„Girl“ mit "Europäischer Entdeckung des Jahres" ausgezeichnet

„Girl“, der Debütfilm des flämischen Regisseurs Lukas Dhont, ist bei den 31. Europäischen Film Awards am Samstagabend in Sevilla mit dem Preis „Europäische Entdeckung des Jahres“ ausgezeichnet worden. Der Hauptpreis für den „Besten Film des Jahres“ ging an „Cold War" des polnischen Regisseurs Pawel Pawlikowski. Die European Film Awards werden als die europäische Version der Oscars gesehen.

Lukas Dhont bedankte sich in seiner Rede vor allem bei zwei  “ganz besonderen Menschen”, nämlich bei Victor Polster, der die Hauptrolle spielte und bei der Tänzerin Nora Monsecour, das Mädchen, das Dhont zu dem Film „Girl“ inspirierte.

Der Film ist die Geschichte eines Mädchens, das in einem männlichen Körper zur Welt kam – eines Transgenders – und das Ballerina werden will. Auf dem Filmfest von Cannes hatte "Girl" bereits die „Goldene Kamera“ als bester Debütfilm erhalten.  

In der Kategorie „Bester Film des Jahres“ war der belgische Streifen ebenfalls im Wettbewerb. In dieser Kategorie gewann jedoch das polnische Liebesdrama „Cold War“. 

Der Hauptdarsteller aus "Girl", Victor Polster, war auch für den Preis “Bester Schauspieler” nominiert worden, doch dieser Preis ging an seinen Konkurrenten, den Italiener Marcello Fonte für seine Rolle in "Dogman". "Dogman" wurde auch mit den Preisen “Beste Kostüme” und “Bestes Make-up“ ausgezeichnet. 

Weitere Preise

Als „Beste europäische Komödie des Jahres“ wurde die französisch-britisch-belgische Koproduktion „The Death of Stalin“ ausgezeichnet. An diesem Film ist das Brüsseler Produktionshaus La Compagnie Cinématographique beteiligt.

Die Koproduktion „Another Day of Life“, an der Belgien durch das Brüsseler Animationsstudio Walking The Dog beteiligt ist, wurde wiederum mit dem Preis für den „Besten Zeichentrickfilm“ bedacht.

Weitere Nachrichten