Jonas Roosens

Ausschreitungen bei Demo gegen UN-Migrationspakt in Brüssel

Rund 5.500 Menschen haben sich an diesem Sonntag in Brüssel zum Marsch gegen Marrakesch versammelt. Eine Gegendemonstration von Menschen, die für den Pakt sind, hat rund 1.000 Personen angezogen. Nachdem der offizielle Teil des "Marsches gegen Marrakesch" vorbei war, ist es zu Tumulten gekommen.

Anfänglich war der "Marsch gegen Marrakesch" noch friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen. Doch nach den Reden am Schumanplatz eskalierte die Situation.  Die Menge wurde gebeten, den Schumanplatz in Ruhe wieder zu verlassen und nach Hause zu gehen, doch das gelang nicht. Die Demonstranten warfen mit Steinen und durchbrachen die Absperrungen. Ein Fenster der Europäischen Kommission wurde eingeschlagen. Die Polizei reagierte mit Tränengas und setzte Wasserwerfer gegen die Protestierenden ein.

Offenbar hatten sich auch Hooligans unter die Demonstranten gemischt und es ist zur Konfrontation zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Es sei zu hören gewesen wie einige Demonstranten "Belgian Hooligans" riefen, berichtet eine Quelle.

Die Demonstranten hatten versucht, in die Wetstraat zu gelangen. Doch das ist eine neutrale und deshalb verbotene Zone. Eine Genehmigung für die Demonstration hatte es nur für den Schumanplatz gegeben. Die Proteste hatten sich also auf diesen Platz zu begrenzen.

In den Kundgebungen zuvor war unter anderem auf die "Terroranschläge" hingewiesen und eine Verbindung zur Massenmigration und dem UN-Migrationspakt gemacht worden.

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Jonas Roosens
Jonas Roosens

Gegendemonstration im Brüsseler Maximiliaanpark

Die Gegendemonstration in Brüssel

Die Organisationen, die für den UN-Migrationspakt sind und gegen den "Marsch gegen Marrakesch" protestieren, hatten sich am Maximiliaanpark in Brüssel versammelt. "Ein symbolischer Platz", hieß es, weil sich in dem Park viele Migranten aufhalten. 

Bei der Gegendemonstration kamen etwa 1.000 Menschen zusammen. "Ziel ist es, zu zeigen,  dass wir es nicht hinnehmen, dass Rechtsextreme die Straßen von Brüssel belagern", betonte Barend Claessens von der ACV Jongeren Brussel. "Dass Menschen gegen Marrakesch demonstrieren, ist ihr gutes Recht, aber wir haben ein Problem damit, dass das durch sehr rechtsextreme Organisationen veranstaltet wird", hieß es weiter.

 

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