©Ronald van den Heerik

Noch nie so viele Studierende an Flanderns Universitäten und Hochschulen

Im September, zu Beginn des akademischen Jahres in Flandern, waren mehr als 240.000 Studierende an den hiesigen Universitäten und Hochschulen eingeschrieben. Laut Landesbildungsministerin Hilde Crevits (CD&V) ist dies die höchste Zahl an Studenten, die hier einem Studium folgten.

Die neuen Zahlen wurden jetzt in der aktuellen Ausgabe der Publikation „Hoger onderwijs in cijfers“ („Hochschulwesen in Zahlen“) vorgelegt. Demnach haben sich im September genau 240.332 Studierende in einer Hochschule oder einer Universität im belgischen Bundesland Flandern eingeschrieben. Das entspricht einem Anstieg um 0,5 % gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat, was seinerzeit ebenfalls ein Rekord war.

Während die Einschreibungen an den Unis weiter nach oben gehen, melden die Hochschulen in dieser Hinsicht einen leichten Rückgang. Woher kommen diese steigenden Zahlen seit einigen Jahren? Das liegt vor allem an den zahlreichen Studierenden, die einem sogenannten Übergangsprogramm folgen. Das sind Studenten, die ein professionelles Bachelor an einer Hochschule absolviert haben und die danach ihren Master an einer Universität holen wollen. 

Bachelor auf der Hochschule, Master an der Universität

Diese jungen Leute werden in diesem Übergangsjahr auf das Niveau ihrer Kommilitonen gebracht, die einen akademischen Bachelor abgeschlossen haben. Zu Beginn des akademischen Jahres 2018 hatten sich rund 7.700 Studierende für eine solche Zusatzausbildung angemeldet. Diese Übergangsprogramme sind in einigen Bereichen besonders beliebt, wie z.B. in Industriewissenschaften, Technologie, Handels- und Wirtschaftswissenschaften und Psychologie sowie im Bereich Pädagogie.

Im „normalen“ Hochschulwesen sind die Studienrichtungen Handel und Wirtschaft populär und an den Universitäten bleiben Jura, Notariatswissenschaften und Kriminologie besonders beliebt. Die beliebtesten Bildungseinrichtungen in Flandern sind und bleiben die Hochschule Gent (HoGent) und die Universität von Löwen (KU Leuven). 

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