Sint-Pieters-Leeuw: Wasserrohrbruch führt zu enormer Bodensenke und zu Evakuierungen

In Sint-Pieters-Leeuw, einer Gemeinde in Flämisch-Brabant am Brüsseler Rand, ist in der Nacht zum Freitag ein enormer Krater mitten in einem Wohngebiet entstanden. Ein Rohrbruch einer Hauptwasserleitung hatte eine Straße unterspült und am frühen Morgen bracht die Asphaltdecke in ein riesiges Loch ein. Der Krater hat einem Umfang von 15 x 15 Metern und ist stellenweise 7 Meter tief.

Die Gemeinde Sint-Pieters-Leeuw hat sofort nach dem Vorfall den kommunalen Katastrophenplan aktiviert, denn am Ort des Geschehens zeigte sich bereits vor dem ersten Tageslicht, dass der Schaden groß sein würde. Die Unterspülung hatte nicht nur einen riesigen Krater entstehen lassen, sondern auch noch für eine Schwammwelle in der betroffenen Straße, die Fasantenlaan, gesorgt.

In vielen Häusern liefen Keller und Räumlichkeiten auf Parterre voll. Davon waren unmittelbar 15 bis 30 Häuser betroffen. Einige Wohnhäuser wurden vorsorglich evakuiert, da die Stabilität in direkter Nähe zu dem Krater nicht garantiert werden konnte. Fast alle Familien konnten aber wieder nach Hause zurückkehren. Nur ein Haus bleibt bis auf weiteres noch unbewohnbar.

Im Laufe des Tages konnte das Leck entdeckt und gestopft werden. Die Hauptwasserleitung hat an der betroffenen Stelle einen Durchmesser von einem Meter. Der Schaden sorgt dafür, dass im Umkreis von einigen Kilometern die Wasserversorgung bis zum unterbrochen wurde. Später konnten wieder viele Haushalte mit Trinkwasser aus dem Reservoir der nahegelegenen Ortschaft Brakel versorgt werden.  

Die Lage sei inzwischen unter Kontrolle, hieß es am Nachmittag. Das Loch wurde ausgebaggert und Schlamm und Wasser konnten entfernt werden. Danach wurde der Krater mit Grind gefüllt, um ihn zu stabilisieren. 

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