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Belgischer Student währender einer Demo gegen ungarischen Präsident Orbán festgenommen

Adrien Beauduin, ein promovierender Student aus Brüssel, wurde während einer Demonstration in Budapest verhaftet. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe. Er hatte an einer Kundgebung gegen das umstrittenes Arbeitsgesetz des ungarischen Präsidenten Viktor Orbán teilgenommen.

Der belgische Student wird der Gewalt gegen einen Polizisten beschuldigt. Er blieb zwei Tage in Haft  und wurde am späten Nachmittag des 14. Dezember vorläufig freigelassen.

Die rechtlichen Probleme des Studenten sind jedoch noch nicht gelöst, denn Beauduin riskiert 2 bis 8 Jahre Haft. Sein Anwalt veranlasste die Verschiebung des Prozesses bis zum Januar. Beauduin sammelt Videomaterial, um zu beweisen, dass er friedlich protestiert hat.

Beauduin demonstrierte gegen ein vom ungarischen Parlament verabschiedetes neues Arbeitsgesetz. Das Gesetz, das die Gegner als "Sklavengesetz" bezeichnen, erlaubt es Unternehmen, 400 Überstunden jährlich von ihren Mitarbeitern einzufordern, diese aber über einen Zeitraum von drei Jahren auszuzahlen.

Der aus Brüssel stammende Forscher studierte an der Fakultät für Genderforschung der ‚Central European University of Budapest (CEU)‘. Die Orban-Regierung hat kürzlich deren Finanzierung ausgesetzt.

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