Neue Stadtregierung in Antwerpen: Mitglieder N-VA, SP.A und Open VLD sind einverstanden

Die nächsten sechs Jahre wird Antwerpen, Flanderns größte Stadt, gemeinsam von den flämischen Nationalisten N-VA, den Sozialisten SP.A und den Liberalen Open VL regiert. Die Stadtparteitage der drei Parteien stimmten am Samstagnachmittag der neuen Koalition zu. Im Vorfeld war das Abkommen vor allem SP.A-intern kritisiert worden. 

Die Abstimmung wurde im Vorfeld  als spannend angekündigt, aber heute Nachmittag gaben die Mitglieder der SP.A-Antwerpen grünes Licht für die Koalition und das entsprechende Koalitionsabkommen, dass ihre Partei mit N-VA und Open VLD für die nächsten 6 Jahre vereinbart hat. Mit den Sozialisten in der Mehrheit, werde die Politik in der Hafenstadt wieder sozialer, nachhaltiger und gerechter für alle Antwerpener, so die Begründung für die Teilnahme der SP.A an der neuen Koalition.

Die vergangenen sechs Jahre hatten die Sozialisten in der Opposition verbracht, nachdem sie in Antwerpen jahrzehntelang an der Macht gewesen waren. Jetzt haben sie sich mit N-VA-Bürgermeister Bart De Wever geeinigt, und diese Entscheidung fiel nicht jedem leicht. 

Auch grünes Licht bei Open VLD und N-VA

Auch die lokalen Abteilungen von Open VLD und N-VA mussten heute grünes Licht für die Koalitionsvereinbarung geben. Bei Open VLD geschah das zuerst. "Die Mitglieder waren mit all den liberalen Akzenten, die sie in der Vereinbarung gefunden haben, sehr zufrieden und haben dem Koalitionsabkommen daher einstimmig zugestimmt, sagt Open VLD-Spitzenkandidat Philippe De Backer. Er betont, dass Open VLD "seinen Stempel hinterlassen konnte".

Schließlich stimmte der N-VA auf einer Vorstandssitzung über das Koalitionsabkommen ab. "Einstimmige Genehmigung der Koalitionsvereinbarung durch unseren N-VA-Vorstand", hieß es danach in einem Tweed von N-VA-Spitzenpolitikerin Annick De Ridder.

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