Fast eine Million Belgier haben vergangenes Jahr zu Weihnachten einen Gottesdienst besucht

Die belgischen Bischofskonferenz veröffentlichte diese Zahl in der Sonntagszeitung ‚De Zondag‘. Insgesamt 595.970 Belgier besuchten Heiligabend oder am Weihnachtstag eine Kirche. Am beliebtesten war die Mitternachtsmette. 335.000 hörten oder sahen die Messe im Rundfunk. Das berechneten die acht belgischen Bistümer.

Aber vielleicht kann diese  Zahl noch erhöht werden. Die Bischofskonferenz berücksichtigt auch "Urbi et orbi", den klassischen Segen des Papstes am Weihnachtsmittag. Nach Angaben der  öffentlich-rechtlichen flämischen Rundfunkanstalt VRT haben mehr als 178.000 Menschen den Segen gesehen. Auf der französischen Seite konnte keine Angabe gemacht werden. Und so kann von über einen Million Menschen ausgegangen werden, die 2017 zu Weihnachten in irgendeiner Form mit einer kirchlichen Feier in Kontakt gekommen sind.

"Es ist sowieso ein hoffnungsvolles Signal, eine bemerkenswerte Zahl in diesen Zeiten der Spannung und Angst. Wenn man zu Weihnachten in die Kirche geht, versammelt man sich um das Kind in der Krippe, für das es in der Herberge keinen Platz dafür gab. Wenn diese Botschaft von so vielen verstanden wird, ist das für uns Christen ein Licht in der Dunkelheit", erklärte Geert De Kerpel, Sprecher der belgischen Bischofskonferenz.

Es erinnert an den Jahresbericht der katholischen Kirche, den die Bischöfe vor einem Monat zum ersten Mal veröffentlicht haben. Darin war nachzulesen, dass 9,42 Prozent der Belgier sich als "praktizierende Katholiken" bezeichnen. "Aber am Weihnachtstag ist die Zahl der in der Kirche anwesenden Menschen bemerkenswert hoch. Dann sind es doppelt so viele wie an einem normalen Sonntag", sagt De Kerpel.

Nicolas Maeterlinck