König Philippe wünscht frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr

König Philippe appelliert in seiner Weihnachtsbotschaft in diesen Zeiten politische Spannung an das Verantwortungsbewusstsein der politischen Entscheidungsträger in Belgien. Er verweist dabei ausdrücklich auf die derzeitige politische Krise. 

König Philippe hatte ja am vergangenen Freitag den Rücktritt von Premier Charles Michel formell angenommen. Die belgische Regierung ist damit nur noch geschäftsführend im Amt. Der König blickt auch schon voraus auf die Wahlen am kommenden 26. Mai.

Zunächst bleibt das Staatsoberhaupt noch in der Tradition bisheriger Weihnachtsansprachen. So ruft er unter anderem dazu auf, an die Schwachen, an die "Zerbrechlichsten in unserer Gesellschaft denken".

Der König denkt auch an Momente wie jetzt, zu Weihnachten, in denen die Eltern Zeit mit ihren Kindern verbringen. Dabei können auch die Kinder begreifen, dass ihre Eltern verletzlich sind, und dass sie sich nicht in ihre Probleme einigeln oder vor ihnen flüchten, sondern versuchen, sie zu überwinden – und daraus innere Kraft zu schöpfen: Ein Appell für Offenheit

Appell an die Politik

Und dann nimmt der Monarch direkt Bezug auf die derzeitige politische Krise: 

Unser Land durchläuft eine bewegte Zeit.  Unsere Mitbürger sind zurecht besorgt über wichtige Themen.  Wir erleben derzeit ernste politische Spannungen.  Ich vertraue auf das Verantwortungsgefühl unserer Entscheidungsträger, dass sie im Interesse des Landes und der Bevölkerung handeln.

Probleme und Herausforderungen gebe es zur Genüge, sagt König Philippe: Ungleichheit, Armut, Intoleranz, Klimawandel, allesamt Themen, die das Land insbesondere in den letzten Wochen des Jahres bewegt haben.

Und dann blickt das Staatsoberhaupt auch noch nach vorn. König Philippe denkt da natürlich an die Wahlen vom 26. Mai, bei denen hierzulande ja auch und vor allem das belgische sowie die Regionalparlamente neu gewählt werden:

Demokratie erfordert dieses Zuhören und den Dialog.  Lassen wir uns im Vorfeld der föderalen, regionalen und Europawahlen offene und ehrliche Debatten führen, in denen man einander respektiert.  Denn jede Stimme muss das Resultat einer reifen Überlegung sein.

Wählen mit dem Kopf, nicht mit dem Bauch, so könnte man das zusammenfassen. Und das ist wohl als eine Absage an jegliche Form des Populismus zu verstehen

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