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Flandern: "Dynamische" Liste zu Engpassberufen für Einwanderer

Flanderns Landesarbeitsminister Philippe Muyters (N-VA) hat am Donnerstag eine „dynamische“ Liste mit sogenannten Engpassberufen vorgestellt, für die ab 2019 gezielt Arbeitskräfte aus dem Ausland angeworben werden können. Diese Liste umfasst 20 Berufe, bei denen das Landesarbeitsamt zahlreiche offene Stellen keine geeigneten Bewerber finden kann.

Die „dynamisch“ Berufsliste von Landesarbeitsminister Muyters umfasst Berufe wie den Alten- und Krankenpflegebereich, verschiedenste Techniker und Mechaniker, Kranführer und andere Baumaschinenführer, Lastwagenfahrer und auch Metzger und Chefköche.

Ab dem 1. Januar 2019 wird es im belgischen Bundesland Flandern einfacher für hiesige Unternehmen, geeignete Mitarbeiter aus dem Ausland einzustellen. Das richtet sich in erster Linie an gut ausgebildete Arbeiter als Fachkräfte sowie an Spezialisten mit Uni- oder Hochschulausbildung.

Flandern gibt dazu für hochausgebildete Kandidaten sogenannte Arbeitskarten aus, die nicht mehr nur ein Jahr Gültigkeit haben, sondern ab 2019 drei Jahre. Wer in einem solchen Fall länger in Flandern arbeitet bzw. bleibt, der hat Anrecht auf einen dauerhaften Zugang zum flämischen Arbeitsmarkt. 

„Diese kontrollierte und effiziente Arbeitsmigration ist nötig, um unser wirtschaftliches Wachstum zu sichern.“

Flanderns Arbeitsminister Philippe Muyters

Für die auf mittlerer Ebene ausgebildeten Arbeitskräfte aus dem Ausland kündigt das flämische Arbeitsamt an, dass die Situation der Betreffenden nur noch alle zwei Jahre überprüft werden soll. Für die auf der Muyters-Liste stehenden Berufe müssen die Arbeitsämter in Flandern auch keine spezifische Marktuntersuchung mehr durchführen.

„Die Erfahrung lehrt uns, dass eine Arbeitsmarktuntersuchung für diese Profile nahezu immer zu einer positiven Beurteilung führt. Diese kontrollierte und effiziente Arbeitsmigration ist nötig, um unser wirtschaftliches Wachstum zu sichern.“, so der Arbeitsminister.

„Der flämische Arbeitsmarkt ruft lautstark nach technisch geschultem Personal, denn wir haben eine hohe Anzahl an offenen Stellen, die wir sehr oft nicht besetzen können, auch nicht, wenn wir über die Sprachengrenzen hinweg schauen.“, sagte Philippe Muyters am Donnerstag abschließend zu diesem Thema.