"Gelbe Westen" protestieren an den Grenzen zu Deutschland und Frankreich

An den Grenzübergängen zwischen der Provinz Hennegau und Nordfrankreich protestieren „Gelbe Westen“ seit der Nacht zum Donnerstag ebenso, wie am Grenzübergang Lichtenbusch bei Aachen an der E40. Die Protestbewegung führt Filterblockaden durch und versucht, vor allem mit LKW-Fahrern zu sprechen. Überall ist die Lage ruhig außer in Hensies an der E19.

Nach Angaben der belgischen Bundespolizei haben sich Krawallmacher unter die „Gelben Westen“ am belgisch-französischen Grenzübergang Hensies (Hennegau) zwischen Mons und Valenciennes an der E19 gemischt. Gegen 11 Uhr am Vormittag war die E19 dort noch immer versperrt, nach dem Unbekannte einen Lastwagen leergeraubt und in Brand gesteckt hatten. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Ermittlungen aufgenommen.

Ansonsten hatten „Gelbe Westen“ in der Nacht zum Donnerstag bei Thuin, Lamain, Bettignies, Fontenoy, Hautrange und Jeumont in Industriegebieten und an der A16/E42 im Hennegau und in Lixhe an der E40 in der Provinz Lüttich Filterblockaden durchgeführt und Lastwagen nur stoßweise über die Grenze fahren lassen.

Die „Gelben Westen“ suchten dabei immer wieder Gespräche mit den Auto- und LKW-Fahrern, um ihr Anliegen zu verdeutlichen. Seit 6 Uhr am Morgen kehrte dort aber überall wieder Normalität ein, außer eben in Hensies.

Ohne nennenswerte Probleme verliefen auch Aktionen der „Gelben Westen“ am Grenzübergang Lichtenbusch zwischen Eupen in Ostbelgien und Aachen in NRW. Dort blockierten die Protestierenden die Zufahrt zu den LKW-Parkplätzen, ließen alle aber alle Fahrzeuge durchfahren. Auch hier wurde das Gespräch mit den Truckern gesucht, wie die Polizei auf belgischer und auf deutscher Seite mitteilte.