Resolutionsvorschlag: Mehr Cannabisprodukte zu medizinischen Zwecken zulassen

Els Van Hoof, Abgeordnete für die flämischen Christdemokraten CD&V im belgischen Bundesparlament, will MS- und ALS-Patienten sowie Kindern, die an Epilepsie leiden, ermöglichen, ihre Krankheiten mit Medikamenten erträglicher zu gestalten, die aus Cannabis gewonnen werden. Bisher dürfen lediglich MS-Patienten in Belgien ein Cannabis-Mundspray nutzen, doch ein Resolutionsvorschlag der Abgeordneten soll die Palette der zulässigen Cannabis-Produkte deutlich ausweiten.

Seit 2015 ist in unserem Land ein Mundspray (Savitex) zugelassen, das aus Cannabis gewonnen wird. Doch nutzen dürfen dieses Mittel lediglich Patienten, die an Multipler Sklerose (MS) leiden. Dieses Spray hilft dabei, Schmerzen zu lindern. Daran will die CD&V-Abgeordnete Els Van Hoof (Foto unten) etwas ändern. Die flämische Christdemokratin will Anfang des neuen Jahres einen Resolutionsvorschlag im Parlament einreichen, über den mehr Cannabis-Produkte für die medizinische und therapeutische Anwendung zugelassen werden können.

Van Hoof will auch erreichen, dass nicht nur schmerzlindernde Mundsprays zugelassen werden, sondern auch Cannabis-haltige Öle. Dafür kämen Patienten in Frage, die an Muskelkrankheiten, wie MS oder ALS leiden, denn auch Cannabisöle können die Schmerzen, die diese Krankheiten verursachen, mildern und erträglicher machen.

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Nicht wenige dieser Patienten nutzen bereits solche therapeutischen Cannabisöle, führen diese jedoch meist illegal aus dem Ausland ein. Cannabisöle können laut Van Hoof auch das Leiden von Kindern mildern, die an Epilepsie erkrankt sind.

Die flämische Christdemokratin will aber deutlich unterstreichen, dass sie Cannabis nur als medizinisches Produkt zulassen wolle. Ihr Resolutionsvorschlag habe nichts mit einer eventuellen Legalisierung von Cannabis als leichte Droge zu tun. Es werde leider allzu oft der Fehler gemacht, eine Anwendung von Cannabis als Basismittel für medizinische und/oder therapeutische Produkte mit einer Legalisierung einer Droge gleichzusetzen, so die Politikerin. Die angesprochenen Mittel hätten wissenschaftliche und klinische Tests durchlaufen, um nur als Medizin zur Anwendung zu kommen.