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Umfassende Impfkampagnen: Grippe-Impfstoffe in Belgien aufgebraucht

Fast alle Reserven in Sachen Grippeimpfung in Belgien sind aufgebraucht. Mit einer nächsten Lieferung von Grippeimpfstoffen kann erst in rund sechs Monaten gerechnet werden, so der belgische Virologe Marc Van Ranst. Im Hinblick auf den Winter wurde in Belgien dieses Jahr mehr geimpft, als im Jahr davor.

„Wir haben gut geimpft in diesem Jahr, mehr als letztes Jahr. Die Hersteller haben bis zu 2,7 Millionen Grippeimpfungen verkauft.“, so Virologe Marc Van Ranst gegenüber VRT NWS. Das sind etwa 100.000 Impfungen mehr als 2017. Offenbar haben Hausärzte und Apotheker im zu Ende gehenden Jahr ihre Patienten und Kunden hinreichend über Grippeimpfungen informiert.

„Vielen Menschen, die das brauchen, wurden Impfungen angeboten. Unsere Bevölkerung wird auch immer älter, also jedes Jahr kommen mehr Menschen hinzu, die zur Risikogruppe gehören.“, ergänzte Van Ranst dazu. Derzeit seien die Lager der Großhändler und der Pharmahersteller so gut wie leer, heißt es weiter zu dem Vorgang. Nur in den Krankenhausapotheken würden noch Reserven vorgehalten. 

„Vielen Menschen, die das brauchen, wurden Impfungen angeboten. Unsere Bevölkerung wird auch immer älter, also jedes Jahr kommen mehr Menschen hinzu, die zur Risikogruppe gehören.“, 

Marc Van Ranst, Virologe

Vor der Herstellung habe man sich mengenmäßig an den Statistiken des vergangenen Jahres orientiert, so Virologe Van Ranst, doch von einem Mangel an Impfstoffen gegen die Grippe könne keine Rede sein: „Wir raten den medizinischen Risikogruppen dazu, sich in den Monaten mit ‚o‘ impfen zu lassen, also im Oktober und im November. Mitte November ist dabei der ideale Zeitpunkt. Es ist also normal, dass die Vorräte Ende Dezember aufgebraucht sind.“

Noch, so der Virologe, sei ohnehin von einer Grippewelle noch keine Rede. Europaweit seien noch nicht viele Grippefälle registriert worden. Es werde wie jedes Jahr wohl eine Grippewelle geben, doch es dauere noch etwas, bevor man davon tatsächlich sprechen könne. 

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