foto Peter Hilz (C)

Aus für 19.000 Autos: Brüssel verschärft Umweltzonen-Regelung

Ab dem 1. Januar 2019 dürfen in der Brüsseler Umweltzone keine Dieselfahrzeuge mehr mit der Abgasnorm Euro 2 und Benzinfahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 1 fahren. Bisher waren nur Dieselfahrzeuge der Normen Euro 0 und Euro 1 davon betroffen. Das bedeutet, dass ab Dienstag rund 19.000 PKW von Bewohnern der Region Brüssel-Hauptstadt in er eigenen Stadt und ihren 19 Gemeinden nicht mehr unterwegs sein können.

Autofahrer aus dem Ausland, die in die Umweltzone in Brüssel hineinfahren möchten, müssen sich seit dem 1. August 2018 registrieren lassen. Die solche Registrierung ist kostenlos und kann online erfolgen und Plaketten oder Vignetten sind nicht erforderlich. Die Brüsseler Umweltzone wurde am 1. Januar 2018 eingeführt und betrifft die gesamte Hauptstadt-Region. Seit Oktober 2018 erhebt Brüssel Bußgelder bei Verstößen, die zwischen 150 und 350 € liegen.

Von dem neuen Verbot betroffene Brüsseler Autobesitzer wurden mehrmals auf diese Änderung hingewiesen. Für sie gilt eine dreimonatige Übergangszeit, in der ihnen keine Bußgelder drohen. Danach werden allerdings 350 € Strafe fällig. Davon sind fast 19.000 Fahrzeuge betroffen, also knapp 4 % des Brüsseler Fahrzeugparks.

Im Westen, Norden und Osten ist die Grenze der Brüsseler Autobahnring R0 begrenzt und selbst im Süden führt sie quer durch die Gemeinde Watermael-Boitsfort - siehe Illustration unten. Übrigens gehört der Brüsseler Ring nicht zur Umweltzone und kann als Umfahrung der Hauptstadt problemlos genutzt werden.

(Lesen Sie bitte unter der Grafik weiter)

Stufenweise wird die Brüsseler Umweltzonen-Regelung strenger

Vom Einfahrverbot in diese Umweltzone sind ab dem 1. Januar 2019 PKW, Kleinbusse und Lieferwagen, Kleinlaster bis 3,5 t und Busse aller Art betroffen, die nicht der vorgeschriebenen Euronorm 3 bis 6 für Diesel bzw. Euro 2 für Benziner entsprechen. Dies gilt sowohl für belgische, als auch für ausländische Fahrzeuge und betrifft einen Großteil der Fahrzeuge, die in den Jahren 1997 bis 2000 gebaut und/oder angemeldet wurden.

Andere Fahrzeuge, darunter Motorräder, Kleinkrafträder, LKW über 3,5 t (ausschließlich Gütertransport) sowie elektro- und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge fallen nicht unter die Umweltzonen-Gesetzgebung. Kontrolliert wird das Ganze mit 230 Kameras, die über eine Kennzeichen-Erkennung verfügen.

Die Umweltzone wird stufenweise auch weiter greifen. Ab 2020 sind Dieselwagen mit Euronorm 3 (Baujahre vor 2005), ab 2022 Dieselwagen mit Euronorm 4 (Baujahre vor 2010) und ab 2025 Fahrzeuge mit Euronorm 5 davon betroffen. Das ist der Fall für insgesamt, laut Schätzungen der Region Brüssel-Hauptstadt, rund 65.000 hier zugelassene Fahrzeuge aller Art. 

BELGA/VERSTRAETE

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