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Belgische Reisebüros TUI und Thomas Cook streichen Ausflüge nach Gizeh und Kairo

Nach dem Anschlag auf einen Touristenbus mit Urlaubern aus Vietnam in Ägypten teilten die beiden größten belgischen Reisebüros Thomas Cook und TUI mit, dass sich derzeit keine Touristen aus Belgien Kairo und Gizeh befinden, die bei ihnen eine Reise gebucht haben. Vorerst seien zudem Ausflüge ihrer Gruppen in die ägyptische Hauptstadt und zu den Pyramiden von Gizeh gestrichen.

Aus reiner Vorsicht haben sich Thomas Cook und TUI Belgien dazu entschieden, vorerst Ausflüge mit Reisebussen von den ägyptischen Urlaubshochburgen zu den Pyramiden von Gizeh oder in die ägyptische Hauptstadt Kairo zu streichen.

Bei einem Sprengstoffattentat auf einen Bus mit vietnamesischen Touristen starben Freitag insgesamt vier Menschen: drei vietnamesische Touristen und ihr ägyptischer Reiseführer. 12 weitere Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt.

Nach Angaben der ägyptischen Behörden wurden in der Nacht zum Samstag bei Einsätzen der Polizei 40 Terroristen getötet, die weitere Anschläge geplant hätten.

„Dies ist ein Schlag für den Tourismus in Ägypten.“

VRT-Nachrichtensprecher Wim De Vilder, derzeit in Ägypten in Urlaub

Unser Kollege, Nachrichten-Anker Wim De Vilder (Foto unten), verbringt die Weihnachtsferien gerade in Ägypten und befand sich zur Zeit des Anschlags in Gizeh, doch von dem Attentat an sich hat er direkt nichts mitbekommen.

De Vilder geht jetzt davon aus, dass sich der Fremdenverkehr in diesem Land von diesem neuerlichen Anschlag so schnell nicht mehr erholen werde: „Das ist für die Opfer und für deren Angehörige sehr schlimm, aber auch für die Ägypter, die von Tourismus leben müssen. Man merkt, dass die Leute im Hotel jetzt superfreundlich sind, denn sie sind auch Opfer dieses Vorfalls. Nach einem solchen Anschlag sehen sie, dass die Zahl der Gäste enorm zurückgeht. Für sie ist das ein wirtschaftlicher Schlag.“

In den letzten Jahren habe es kaum noch Anschläge gegen Touristen in Ägypten gegeben und die Regierung tat alles daran, so Wim, dass dies auch nicht mehr passieren konnte, wovon die strengen Sicherheitsvorkehrungen überall zeugen. Gerade habe sich das Land auf touristischer Ebene von der Gewalt erholen können, doch „ich glaube, dass dieser Anschlag für eine Wende sorgen wird.“

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