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Fahrpreiserhöhungen bei der belgischen Bahn und bei De Lijn in Flandern

Im Laufe des neuen Jahres passen die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB und die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn ihre Fahrtarife leicht nach oben an. Bei De Lijn gelten die neuen Fahrpreise schon ab Februar - bei der Bahn auch, doch hier lässt sich mit einigen Anpassungen noch bis Juli Zeit. Die regionale Brüsseler Verkehrsgesellschaft MIVB/STIB verzichtet nächstes Jahr auf Fahrpreiserhöhungen.

Bei der Bahn

Ab dem 1. Februar 2019 steigen die Fahrkartenpreise bei der NMBS/SNCB um durchschnittlich 0,69 %. Die Abos für Berufspendler und für Schüler und Studenten verteuern sich dann um 1,18 %, doch Fahrten in der 1. Klasse, die Wochenendtarife und einige Einzelfahrscheine für Standardfahrten für weitere oder weite Strecken werden günstiger. Damit will die Bahn nach eigenen Angaben mehr Gelegenheits-Bahnfahrer an sich binden. Gruppen von mehr als 15 Personen erhalten ab Februar etwas geringere Rabatte, können aber mit garantierten Sitzplätzen rechnen. Kinder unter 12 Jahren können in Gruppen mit der Bahn für 1 € pro Fahrt fahren.

Die Fahrradmitnahme wird tariflich vereinfacht: 4 € pro Fahrt. Klappräder können weiter gratis mitgenommen werden. Ab Juli 2019 wird die Bahn vermehrt auf Digitalisierung setzen. Karten, wie der Rail Pass (frei wählbare Strecken), der Go Pass 10 (frei wählbare Strecken für Jugendliche unter 26 Jahren) oder die Key Card (günstige Kursstreckentarife innerhalb einer Zone), werden ab dann auch digital angeboten, bzw. können digital erworben werden. Der Go Pass 10 wird ab dem 1. Juli 2019 sogar nur noch digital zu haben sein. 

Bei De Lijn

Auch in den Bussen und Straßenbahnen der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn werden am 1. Februar 2019 einige Fahrpreise angehoben. Abos (Jahresabo Buzzy Pass für Kinder und Jugendliche, Omnipass (Jahresabo für 25- bis 64-Jährige), Jahreskarten für Rentner, SMS-Tickets und die Tageskarten werden durchschnittlich 1,73 % teurer, was in etwa dem Index-Anstieg entspricht.

Bei einigen Fahrkarten und bei den meisten digitalen Fahrscheinen (m-ticket, m-card10 und m-daypass) verändert sich nichts. Das bedeutet, dass ein Einzelfahrschein weiter 1,80 € kostet und die 10-Fahrten-Streifenkarte kostet weiterhin 16 € bzw. 15 € als digitale Ausgabe. Ein direkt beim Bus- oder Tramfahrer gekaufter Einzelfahrschein bleibt mit 3 € ebenfalls unverändert teuer. 1,30 € pro Person kostet eine Fahrt mit Gruppentarif bei mindestens 10 Personen. Daran ändert sich auch nichts. 

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