Limburg: Schon wieder dutzende Behälter mit Drogenabfällen im Wald entsorgt

Auf einem Waldweg in der Nähe von Houthalen-Helchteren in der Provinz Limburg sind in der Nacht zum Samstag dutzende Behälter mit chemischen Abfällen, die vermutlich aus der Drogenproduktion stammen, entsorgt worden. In Limburg wird seit einigen Monaten häufig illegaler Drogenabfall in der Natur abgelegt.

Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich bei den Inhalten der blauen und schwarzen Plastikfässer aus dem Waldweg De Ramp in Houthalen-Helchteren tatsächlich um Anfälle aus der Drogenproduktion. In den Mittagsstunden am Samstag hatten Polizei, Staatsanwaltschaft und Feuerwehr den Fundort noch abgeriegelt. Später wird der Zivilschutz, vergleichbar mit dem „Technischen Hilfswerk“ in Deutschland, die chemischen Produkte abtransportieren.

In diesem Jahr wurden flandernweit an 43 Stellen in der Natur illegal entsorgte Drogenabfälle entdeckt. 29 dieser Fundorte befanden sich in der Provinz Limburg. Mit dem aktuellen Fund in Houthalen-Helchteren erhöht sich diese Zahl auf 30 Fälle. Die Behörden raten bei solchen Entdeckungen dazu, umgehend Polizei und Feuerwehr herbeizurufen und auf keinen Fall sollte man solche Fässer berühren. Am besten, man bleibt in einiger Entfernung stehen, um auf die Polizei zu warten.

Mitte Dezember fand im PLOT-Zentrum in der ehemaligen limburgischen Bergbaustadt Genk ein Studientag zu diesem Phänomen statt. Die Staatsanwaltschaft Limburg geht davon aus, dass sich in er freien Natur noch mehr solcher entsorgter Drogenabfälle befinden, die bisher noch nicht entdeckt wurden.

Bei dieser Tagung wurden auch die Gefahren für die Bevölkerung und auch für die Feuerwehrleute oder Polizisten erörtert. Dabei wurde auch an einen Fall in Zutendaal vor einigen Jahren erinnert. Damals hatten sich Kinder Brandwunden dritten Grades zugezogen, als sie in Kontakt mit aus einem solchen Fass ausgelaufener Säure gekommen waren. 

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