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Die dritte und letzte Phase der Tax-Shift bringt höhere Löhne

Zum Jahreswechsel erfolgen nach alter Gewohnheit wieder viele Neuregelungen, Gesetze und Anpassungen von bestehenden Vorgängen. Eine dieser neuen Regelungen betrifft die Arbeitnehmer in Belgien, denn die dritte und letzte Phase der sogenannten Tax Shift bringt nach der Maxime der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel „mehr Netto vom Brutto“.

Als Folge dieser abschließenden Phase der Tax Shift werden die Arbeitnehmer künftig mehr von ihrem Bruttoeinkommen behalten dürfen, sprich: Löhne und Gehälter steigen unter dem Strich leicht an. Durchschnittlich steigen die individuellen Einkommen um 36 Euro im Monat.

Die Steuerfreibeträge werden zum 1. Januar angehoben und für einen größeren Anteil der Löhne und Gehälter gilt ab dann ein Steuersatz von 40 % statt 45 % wie bisher.

Am deutlichsten wirkt sich die bei den unteren Einkommensstufen bis zu einem Bruttolohn von 2.000 € bemerkbar. Davon behält ein so entlohnter Arbeitnehmer 1.612,63 € auf seinem Konto. Das entspricht einem Anstieg um 2,36 % oder um 37,19 € gegenüber 2018.

Wer bis zu 3.000 € monatlich verdient, wird 1.955,51 € behalten, ein Anstieg um 1,87 % oder 35,84 € gegenüber dem zu Ende gehenden Jahr. Die Tax Shift steht für eine Verlagerung der Steuer auf Arbeit - sowohl auf Arbeitnehmer-, als auch auf Arbeitgeberseite - hin zu anderen Steuereinnahmen und war einer der Kernpunkte der Mitte-Rechts-Regierung Michel I.

Finanziert wird das System über Einsparungen (auch im Sozialwesen) und über andere Einnahmequellen, wie z.B. höhere Verbrauchersteuern, die sogenannten Akzisen, auf bestimmte Konsumgüter (z.B. Alkohol und Tabak, Kraftstoffe, Energie).