Wirbel um Antwerpener Rapper

Der Antwerpener Rapper Soufiane Eddyani sagt, dass er jungen Leuten über seine Musik - auch über die viel diskutierte Nummer "Amigo" - eine positive Botschaft mitgeben wolle. Er reagierte damit auf die Kritik an seiner neuen Nummer. Darin verteidigt er seinen Freund, den Rapper Bilal "Moreno" A. Moreno wurde 2016 verurteilt, weil er ein 15-jähriges Mädchen in die Prostitution zwang. „Die Nummer und der Clip von "Amigo" sind tatsächlich Moreno gewidmet, handeln aber nicht von seiner Geschichte", lässt der Rapper in einer schriftlichen Reaktion an VRT NWS wissen.

Die Nummer "Amigo" ist innerhalb von nicht einmal 2 Tagen schon mehr als 325.000 Mal auf YouTube angeschaut worden. Eddyani gibt zu, dass er die Nummer Moreno gewidmet hat. "Er ist ein guter Freund von mir, mit dem ich viel zusammen erlebt habe und der mir in schweren Zeiten geholfen hat. Moreno war schon früher als ich mit Rappen beschäftigt und hat mich dazu inspiriert, Musik zu machen“, so  Eddyani, der die Tatsache, dass sein Freund als Zuhälter von Minderjährigen tätig war, kritisiert. "Sowohl die Nummer als auch der Videoclip "Amigo" sind Moreno gewidmet, aber ich betone, dass die Nummer inhaltlich nichts mit seiner Geschichte zu tun hat", sagt Eddyani.

Morenos Verurteilung wegen Zuhälterei liege Eddyani, wie er selbst sagt, noch immer schwer im Magen. "Vor mehreren Jahren wurde dieser für Straftaten verurteilt, von denen ich nichts wusste. Ich war über seine Taten sehr erschrocken und lehne diese entschieden ab. Mir ist auch die Akzeptanz seiner Taten schwer gefallen - wie der Verlust eines wertvollen Freundes.  Ich bin überzeugt, dass jeder eine zweite Chance verdient hat und deshalb will ich Moreno bei seiner Rückkehr in die Gesellschaft helfen. Für mich liegt der Fokus auf unserer Freundschaft und nicht in seinen Taten", findet Eddyani. "Moreno selbst tut seine Vergangenheit auch leid und er ist fest entschlossen, in Zukunft auf dem rechten Weg zu bleiben."

Das ist der Clip

Eddyani betont, dass er den jungen Leuten mit seiner Musik eine positive Botschaft mitgeben wolle. Zuvor war er auch schon in den Medien, weil jeglichen Drogengebrauch scharf verurteilte. "Ich glaube, dass jeder Mensch ein besserer Mensch werden kann und gemeinsam mit Moreno werde ich daran arbeiten, dass er in Zukunft auf dem rechten Weg bleibt."

"Über meine Musik suche ich immer nach Wegen, um jungen Leuten eine Botschaft zu vermitteln. Das versuche ich auch mit "Amigo"."

"Mit der Nummer versuche ich, sie davon zu überzeugen, den richtigen Weg einzuschlagen."