Kein Golden Globe für den belgischen Film “Girl”. Hohe Erwartungen wurden nicht erfüllt

Nicht "Girl", der Debütfilm des belgischen Regisseurs Lukas Dhont (26), wurde mit dem Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film ausgezeichnet, sondern "Roma" vom mexikanischen Regisseur Alfonso Cuarón. Er erhielt auch den Preis für die beste Regie.

Der Streifen erzählt die wahre Geschichte der 15 Jahre alten Lara (gespielt von Victor Polster), die als Junge zur Welt kam, aber Ballerina werden wollte. „Girl“ hat bereits eine ganze Reihe von prestigeträchtigen Preisen erzielt, unter anderem beim Filmfestival von Cannes sowie Odessa, Karlovy Vary, Palić und San Sebastián und er war auch die belgische Oscar-Einsendung.

Die Golden Globes wurden Sonntagnacht vergeben. Statt „Girl“ wurde „Roma“ von Alfonso Cuarón mit dem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet. Der Schwarz-Weiß-Film erzählt das Leben eines indianischen Dienstmädchens im Mexiko der siebziger Jahre.

In der Kategorie des besten nicht-englischsprachigen Films wurden neben "Roma" und "Girl" auch "Shoplifters" des Japaners Hirokazu Koreeda, "Capernaum" der Libanesin Nadine Labaki und "Never look away" des Deutschen Florian Henckel von Donnersmarck nominiert.

Weitere belgische Teilnehmer waren im Rennen: In den TV-Kategorien wurde "The alienist" zweimal nominiert, eine historische Thriller-Serie, die vom Flamen Jakob Verbruggen regissiert und produziert wurde. Aber auch dort ging der Preis an andere Serien.

Und dann gab es noch eine Nominierung für die beste Nebenrolle von Timothée Chalamet in "Beautiful boy", dem Hollywood-Debüt von Felix van Groeningen. Aber dieser Golden Globe ging an Mahershala Ali aus dem "Green Book".