Rußpartikel-Messung bei Dieselfahrzeugen ab 2020 in allen Autokontrollzentren

Ab nächstes Jahr wird bei Autos mit Dieselmotoren während der verpflichteten technischen Autokontrolle auch  der Rußpartikelausstoß gemessen.  So wird kontrolliert, ob sie mit einem funktionierenden Rußpartikelfilter ausgerüstet sind. Das neue Messgerät ist am Montag in Brüssel vorgestellt worden. 

Belgien ist das erste Land in Europa, das diesen Test einführt. Damit soll vermieden werden, dass die Rußpartikelfilter einfach nicht ersetzt werden, wenn sie voll sind und ausgebaut werden. Ein neuer Rußpartikelfilter ist vielen Dieselfahrern zu teuer. Ohne Rußpartikelfilter stoßen die Fahrzeuge ein vielfaches an Feinstaub aus.

Ab 2020 soll das System in allen 78 Autokontrollzentren eingesetzt werden. Die Gesetzgebung wird entsprechend angepasst. Wer ohne Filter erwischt wird, riskiert hohe Geldstrafen.

Der flämische Mobilitätsminister Ben Weyts zeigte sich zufrieden, dass Betrüger nun endlich bestraft würden. Nach Angaben der Brüsseler Staatssekretärin Bianca Debaets ist ein Dieselfahrzeug ohne Rußpartikelfilter 80 Mal umweltschädlicher. Jedes Jahr würden in Belgien 2.500 Menschen an den Folgen von Feinstaubverschmutzung sterben.

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