Verkehrsgewerkschaften protestieren an belgischen Grenzübergängen gegen EU-Pläne

Die christlichen und sozialistischen Verkehrsgewerkschaften – ACV Transcom und BTB - haben an einigen der verkehrsreichsten Grenzübergänge zwischen Belgien und Frankreich sowie Belgien und den Niederlanden am Montagmorgen zwischen 7 und 9 Uhr den Verkehr behindert und Broschüren verteilt. Sie protestieren gegen Vorschläge der Europäischen Kommission, die Regeln für die Lenk- und Ruhezeiten von Lkw- und Busfahrern zu ändern.

Betroffen waren die Grenzübergängen Meer, Rekkem, Zonhoven und Maasmechelen. Die Gewerkschaftler verteilten Infomaterial. Das führte zu Behinderungen, aber die Autobahn wurde nicht gesperrt.

Die beiden Gewerkschaften warnen davor, dass die Vorschläge, über die im Laufe dieses Monats im Europäischen Parlament abgestimmt wird, dazu führen werden, dass internationale Bus- und Lkw-Fahrer ohne Pause länger fahren können und weniger lange zwischen zwei Schichten ruhen müssen. Sie glauben, dass dies die Sicherheit der Fahrer und anderer Verkehrsteilnehmer gefährden wird.   „Müdigkeit tötet“, so einer der Gewerkschaftler.

Einer der EU-Vorschläge sieht auch vor, dass internationale Lkw-Fahrer ihre lange wöchentliche Pause in ihren Kabinen verbringen können. Dies ist derzeit verboten. Darüber hinaus ermöglicht der Plan, dass Busfahrer auch in ihrem Heimatland an 12 aufeinander folgende Tage lang fahren dürfen. Bisher ist da nur bei internationalen Reisen erlaubt.

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