Gemeinde Berchem hat eigenen Streetart-Stadtbeirat

Streetart, das sind keine willkürlichen Graffitis an grauen Wänden, sondern kunstvolle Bilder, die das Stadtbild aufblühen lassen sollen. In Berchem bei Antwerpen sind sie jetzt einen Schritt weiter gegangen: Seit dem 1. Januar hat die Gemeinde einen Stadtbeirat für Streetart, Kris Gysels.

Streetart sei nichts Neues in Berchem, erklärt Gysels dem VRT-Kindersender Karrewiet. Auf vielen Mauern in Berchem ist Streetart zu sehen. „Das liegt daran, dass hier jedes Jahr ein Festival stattfindet, das Meeting of Styles.“ Es ist das größte Graffiti-Event in Belgien. Ein Dutzend Künstler aus der ganzen Welt kommen dann nach Berchem, um ihre Kunst auf die Mauern „zu zaubern“.

„Für uns ist das sehr wichtig, deshalb haben wir extra einen Stadtbeirat für Streetart“, so Gysels. „Meine Aufgabe ist, diese Leute nach Berchem zu holen. Zweitens: Die Mauern, die hier bemalt werden sind nicht unendlich, deshalb müssen wir uns auch auf die Suche nach neuen Mauern machen.“

Graffiti heimlich an Wände sprühen ist vielleicht spannender, aber verboten. Für Graffiti braucht es eine Genehmigung. Es existiert sogar eine App, Streetart cities. „Wenn man diese öffnet, sieht man genau, wo man sich gerade befindet und kann sich alle Streetart-Kunstwerke ansehen."

Ein Streetart-Künstler erklärt: „Du musst die Sprühflasche nur dicht an die Mauer halten, dann kannst Du eine dünne Linie ziehen. Je weiter Du mit der Sprühflasche von der Mauer entfernt bist, desto dicker wird der „Strich“.“

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