Wahlen in Belgien 2019: Was steht auf dem Spiel?

Am 26. Mai sind Parlaments- und Regionalwahlen in Belgien. Es sind entscheidende Wahlen für die Zukunft dieses Landes. Bei diesen Wahlen könnten die Karten für die Regierungen, die in den nächste fünf Jahren an der Macht sein werden, neu verteilt werden. 

Es ist mit harten Wahlkampagnen zu rechnen, denn es steht viel auf dem Spiel. Ist die Partei der flämischen Regionalisten N-VA unumgänglich und wird die N-VA über dreißig Prozent holen?  Hat die Partei das Leck zur rechtsradikalen Partei Vlaams Belang stopfen können, indem sie den UN-Migrationspakt entschieden ablehnte? Und wenn das so ist, wird es eine weitere Michel-Regierung geben?

Sollte die N-VA keine 30 Prozent mehr bekommen, werden die anderen Parteien eventuell von ihr Abstand nehmen, insbesondere nach der Kontroverse um den UN-Migrationspakt. Wird es dann zu einer Regierung aus Christdemokraten, Liberalen und Grünen kommen? Oder wird es eine klassische Drei-Parteien-Regierung, weil die Sozialdemokraten von der PS wieder sehr groß werden und weil die liberale MR nach dem Fall von Premier Michel (MR) und seiner Regierung schlecht abschneidet?

Und wie wird die flämische Regierung aussehen? Wird es schwer sein, eine flämische Regierung ohne die Regionalisten von der N-VA zu bilden? Wenn alle anderen Parteien, bis auf den rechtsextremen Vlaams Belang, nötig werden sollten, um eine Regierung zu formen, wird das natürlich nicht passieren. Und wenn es eine flämische Regierung mit dem N-VA-Politiker Jan Jambon als Ministerpräsident wird, wird es auch ein wenig eine flämische Kampfvereingiung, sollten die flämischen Regionalisten nicht mit in der föderalen Regierung sitzen. Es steht also viel auf dem Spiel, betont auch der VRT-Politikexperte Johny Vansevenant.

Weitere Nachrichten