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Steht eine Milliarden-Investition im Antwerpener Hafen an?

Der britische Chemiekonzern INEOS plant 2,7 Mia. € in den Bau von zwei neuen Werken im Antwerpener Hafen zu investieren. Nach einer Meldung der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd laufen bereits Gespräche mit Antwerpens neuer Hafenschöffin Annick De Ridder (Open VLD). Dies ist eine der größten Investitionen im europäischen Chemiesektor seit vielen Jahren und sie stellt für INEOS die größte Erweiterung in der Unternehmensgeschichte dar.

Antwerpens neue Hafenschöffin, die flämische Liberale Annick De Ridder (Open VLD), bestätigte die Gespräche zwischen den Antwerpener Hafenbetrieben und INEOS, die sehr positiv verlaufen würden und die sich in einem fortgeschrittenen Stadium befinden sollen. Diese betreffen laut De Tijd z.B. die Konzessionen für die Grundstücke, die der britische Chemieriese für den Bau seiner beiden neuen Produktionsstandorte nutzen will/

INEOS wird in diesem Zusammenhang übrigens am Standort Antwerpen bis zu 500 neue Arbeitsplätze schaffen. Mehr Details will auch Hafenschöffin De Ridder derzeit noch nicht bekannt geben, mit Rücksicht auf die noch laufenden Verhandlungen. Sicher ist jedoch: „Dabei handelt es sich um eine sehr große und wichtige Investition für den Hafen.“ Der Bau der neuen Anlagen soll vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen.

Die beiden neuen Werke sollen das Basismaterial für die Herstellung von Kunststoffen im Allgemeinen und von Isolierstoffen produzieren. Nach Angaben von De Tijd soll INEOS auch Gespräche mit dem Hafen von Rotterdam geführt haben, zog es aber vor, nach Antwerpen zu kommen. Ausschlaggebend war hier die Lage, denn ein Großteil der in den neuen Werken zu produzierenden Stoffe geht an Chemieunternehmen, die bereits im Antwerpener Hafen aktiv sind.