BELGA/JANSSEN

Flanderns Binnenschifffahrt hat noch viel Luft nach oben

Die Binnenschifffahrt im belgischen Bundesland Flandern hat im vergangenen Jahr einmal mehr einen Rekord gebrochen. Gegenüber 2017 konnte die über die flämischen Wasserwege beförderte Trabsportmenge um weitere 1,7 % angehoben werden. Das Landesverkehrsministerium hält diesen Anstieg für überraschend, denn durch die lange Trockenheit im Sommer ist die Binnenschifffahrt international eine Zeit lang eingeschränkt gewesen. 

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 72 Millionen Tonnen Waren und Güter mit der Binnenschifffahrt in Flandern transportiert. Das entspricht einem Anstieg um 1,7 % gegenüber 2017. Der Containertransport konnte dabei um 3,6 % gesteigert werden und entsprach einer Menge von 853.253 TEU-Containern (Standard-Container).

Die Menge an auf Transportpaletten beförderten Waren und Gütern stieg sogar um 42 %. Das globale Wachstum in dieser Hinsicht ist vor allem auf der oberen Schelde (+6,8 %) und auf der Achse Antwerpen-Brüssel-Charleroi (+9,8 %) zu sehen gewesen.

Diese Anstiege überraschten das flämische Mobilitätsministerium, denn durch den anhaltend trockenen Sommer waren die Wasserstände in den Nachbarländern, z.B. auf dem Rhein in Deutschland, auf Tiefststände gesunken. Deshalb gingen Transporte per Binnenschiff aus Flandern in Richtung Deutschland stark zurück. Das bedeutete für den vielbefahrenen Albertkanal (Foto oben) einen Rückgang um 2,1 %.

Für Landesverkehrsminister Ben Weyts (N-VA) beweist das, dass es in diesem Bereich noch Luft nach oben gibt: „Ohne die Binnenschifffahrt hätte es auf unseren Straßen 3 Millionen Lastwagenfahrten mehr gegeben. Genau deshalb will ich noch mehr Fracht über das Wasser befördert sehen. Wir haben in Flandern mehr als 1.000 km befahrbare Wasserwege. 80 % unserer Unternehmen liegen in maximal 10 km Entfernung einer solchen Wasserstraße. Es gibt also noch viel Potential.“