Flanderns Regierung lädt schwänzende "Klimaschüler" zu Gesprächen ein

Die Jugendlichen und Schüler, die seit einiger Zeit jeden Donnerstag die Schule gegen „die lasche Umweltpolitik der Regierungen“ schwänzen, werden von der flämischen Landesregierung zu Gesprächen eingeladen. Sie seien einer Delegation der Regierung „willkommen“, hieß es dazu. Flandern will die Aktion „Schule schwänzen für den Klimaschutz“ zwar nicht ermutigen, will die Schülerinnen und Schüler dennoch anhören.

Nach Angaben der flämischen Landesregierung soll eine Gesprächsrunde mit den Jugendlichen bereits am kommenden Mittwochnachmittag stattfinden.

Der Regierungsdelegation sollen Landesinnenministerin und Vize-Ministerpräsidentin Lisbeth Homans (N-VA), Klima- und Umweltministerin Joke Schauvliege (CD&V) sowie Flanderns neue Energieministerin Lydia Peeters (Open VLD) angehören. Dies teilte das Kabinett von Landeschef Geert Bourgeois (N-VA) am Freitag mit. 

Am Donnerstag hatten weit über 3.000 Schülerinnen und Schüler in Kortrijk und in Brüssel die Schule geschwänzt, um gegen die ihrer Ansicht nach tatenlose Politik in Sachen Klimaschutz zu protestieren.

Die Jugendlichen argumentieren ihre Schwänz-Aktion damit, dass es sich ohnehin nicht lohne zu lernen, da sie aufgrund des Klimawandels keine Zukunft haben würden. Gegen diese Tatsache würde die Politik nichts tun, so die Initiatoren dieser Aktionen (siehe nebenstehenden Beitrag).

„Die Regierung begrüßt es, dass sich die Jugendlichen mit dem Klima beschäftigen, doch mit dem ‚Schwänz-Aspekt‘ dieser Aktion sind wir nicht einverstanden.“, verlautete aus Kreisen der Landesregierung.

Auch deshalb soll das Treffen an einem Mittwochnachmittag stattfinden, wenn hierzulande ohnehin weitgehend Schulfrei ist. Man wolle den engagierten Jugendlichen dann den flämischen Klimaplan vorlegen und erklären.

Flanderns neue Energieministerin Peeters hatte die Jugendlichen für den kommenden Donnerstag zu einem Gespräch mit ihrer Partei, den flämischen Liberalen Open VLD, zum gleichen Thema eingeladen. Dabei soll es auch bleiben, denn, so Peeters, „Hierbei handelt es sich um eine Initiative meiner Partei.“