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Belgiens IT-Sektor befürchtet, dass Belgien das „5G-Boot“ verpasst

Belgien droht den Einzug des superschnellen mobilen Internets, das sogenannte 5G-System, zu verpassen, wenn die aktuelle geschäftsführende Bundesregierung nicht schnell entsprechende Beschlüsse fällt. Dies sagte Danielle Jacobs vom Verband der belgischen IT-Manager, Beltug, am Samstag im VRT-Wirtschaftsprogramm „De markten“ („Die Märkte“). 

Danielle Jacobs von Beltug, der Verband der belgischen IT-Manager, war am Samstag gegenüber VRT NWS überdeutlich: „Wenn die nötigen 5G-Frequenzen nicht noch dieses Jahr versteigert werden, dann hat Belgien auf makro-ökonomischer Ebene ein gigantisches Problem.“ Schon jetzt ärgern sich Nutzer des mobilen Internets, wenn ihre 4G-Verbindung wiedermal ausfällt.

Doch gegenüber 4G ist 5G wesentlich schneller und kann wesentlich mehr Daten auf viel kürzerer Zeit bewegen. Für Otto-Normalverbraucher soll 5G ein etwa 100 Mal schnelleres Surfen ermöglichen, als jetzt der Fall ist. Klar, dass die Wirtschaft händeringend auf dieses superschnelle Internet wartet.

Um den Weg für 5G in Belgien aber freizumachen, muss die Regierung noch dieses Jahr die dazu notwendigen hochleistungsfähigen Frequenzen versteigern. Die drei hierzulande aktiven Telekomanbieter Proximus, Telenet und Orange (und ein möglicher vierter Anbieter, wie sich die Politik in Belgien wünscht) können bereits gegen Jahresende bieten. 

„Wenn Belgien dieses Boot verpasst, dann haben wir ein gigantisches Problem“

Danielle Jacobs, Beltug (Verband der belgischen IT-Manager)

Doch der IT-Sektor befürchtet, dass der passende Zeitpunkt verstreichen kann, weil entweder die aktuelle nur geschäftsführende Bundesregierung keine Entscheidung mehr trifft oder treffen kann oder eine nach den Parlamentswahlen am 26. Mai zu bildende neue Koalition zu lange braucht, um diesen Schritt zu unternehmen.

„Ich hoffe, dass es der geschäftsführenden Regierung gelingt, die Pläne einzuhalten. Ich weiß nicht, ob das gelingt und ich glaube, dass da keiner eine konkrete Sicht drauf hat, doch ich weiß wohl, dass wir das 5G-Boot nicht verpassen dürfen.“, so die IT-Managerin.

5G werde für die professionellen Belange und für den entsprechenden Markt extrem wichtig sein: „Denken sie nur an die ‚intelligenten Städte‘ und an die selbstfahrenden Autos. Bei solchen Technologien sind Verzögerungen auf dem mobilen Netz in Zukunft inakzeptabel.“ Das heutige 4G-Netz könne den Bedürfnissen der Zukunft nicht standhalten, so Jacobs in „De markten“ und den IT-Sektor in Belgien drängt die Zeit, wie sie an die Politik appelliert. 

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