Rekordmenge an Drogen im Antwerpener Hafen sichergestellt

Mit der Beschlagnahmung von 50 Tonnen Kokain im Antwerpener Hafen haben die Zoll- und die Steuerfahndung ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Sie entdeckten 22 % mehr Kokain als im Jahr 2017 und beschlagnahmten damit Drogen mit einem Straßenwert von rund 2,5 Milliarden Euro. Auch bei anderen Drogenarten konnten mehr Lieferungen beschlagnahmt werden, als im Jahr davor.

Sichergestellt wurden über 16 Tonnen Cannabis und Marihuana, 8 Tonnen Opium und 4,5 Tonnen Heroin. Doch in Sachen Kokain ist die jetzt beschlagnahmte Menge besonders hoch. Im Laufe von 5 Jahren hat sich die Menge des im Hafen von Antwerpen sichergestellten Kokains glatt versechsfacht. 2014 betrug diese Menge lediglich 8,1 Tonnen auf Jahresbasis.

Das Kokain kommt in erster Linie aus süd- und lateinamerikanischen Ländern, wie Kolumbien, Brasilien, Ecuador, Surinam, Chile, Peru, Costa Rica und Panama. Fast durchgehend wurde versucht, diese Drogen zwischen normalen Ladungen in Containern nach Europa, bzw. in den Antwerpener Hafen zu schmuggeln, wo sie von Handlangern abgeholt werden.

Die Erfolge der Drogenfahnder sind u.a. darauf zurückzuführen, dass Zoll- und Steuerfahndung sowie die Drogenfahndung mehr spezialisierte Mitarbeiter und deutlich verbessertes Material zur Verfügung haben, wie Belgiens neuer und geschäftsführender Finanzminister Alexander De Croo (Open VLD) bei seinem Antrittsbesuch beim Zoll und bei der Drogenfahndung im Antwerpener Hafen dazu bemerkte.