Toter bei Protesten der “Gelben Westen” an der belgisch-niederländischen Grenze

Am Freitagabend ist es an der Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden in Visé bei Lüttich zu einem tragischen Unfall bei Protesten der „Gelben Westen“ gekommen. Auf der Autobahn E25 zwischen Lüttich und Maastricht ist einer der Demonstranten von einem Lastwagen angefahren worden. Der Mann kam dabei ums Leben. 

Mitglieder der „Gelben Westen“ hatten am Freitagabend an der Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden auf Höhe der Ortschaft Visé etwa auf halber Strecke zwischen Lüttich und Maastricht Lastwagen blockieren wollen. Dabei ist einer der Demonstranten, ein 50 Jahre alter Mann, von einem Lastwagen angefahren worden.

Zunächst sollte der LKW offenbar auf Anraten der Polizei wegen der aufgewühlten Stimmung vor Ort zu einem naheliegenden Rastplatz weiterfahren. Doch dort wurde er danach nicht angetroffen. Ersten Erkenntnissen zu Folge hat der Trucker den Unfall möglicherweise nicht bemerkt.

Zeugen gaben an, der LKW habe ein niederländisches Kennzeichen gehabt. Die Polizei in der niederländischen Provinz Südlimburg und die Staatsanwaltschaft Lüttich fahndeten  nach dem LKW und seinem Fahrer und konnten diesen, wie am Mittag gemeldet wurde, zumindest identifizieren. 

Am Freitag hatten zwischen 20 und 30 „Gelbe Westen“ an der Autobahnausfahrt Visé den ehemalige belgisch-niederländischen Grenzübergang blockiert und dabei Lastwagen an der Weiterfahrt hindern wollen. Dabei war es gegen 19 Uhr zu dem Unfall gekommen.

In der Provinz Hennegau an der französischen Grenze, haben einige Bürgermeister ein Demonstrations- und Versammlungsverbot erlassen, um die „Gelben Westen“ daran zu hindern, Autobahnen, Grenzübergänge oder Industriegebiete zu blockieren. Dort war es wiederholt zu Unfällen und Randale gekommen. 

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