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Karriereende für den für Belgien startenden Biathleten Michael Rösch

Der 2014 von Deutschland nach Belgien gewechselte Staffel-Olympiasieger Michael Rösch (Foto) wird seine Biathlon-Karriere nach dem Staffelrennen beim Weltcup in Ruhpolding in der kommenden Woche beenden. Dies teilte der 35 Jahre alte Wintersportler am Samstag unter Tränen (Foto unten) auf einer Pressekonferenz in Oberhof mit.

„Ich habe gehofft, ich muss nicht weinen“, sagte Rösch. „Der Grund, dass ich aufhören möchte ist privater Natur. Ich werde bald Vater. Das ist der Grund, dass ich meine große Liebe Biathlon verlassen werde“, sagte Rosch. In Ruhpolding in der nächsten Woche wird der seit 2014 für Belgien startende Rösch seine letzten Biathlon-Rennen bestreiten.

Seinen größten Erfolg feierte er bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin, als er als Startläufer mit der deutschen Staffel die Goldmedaille gewann. Hinzu kamen drei WM-Bronzemedaillen mit der Staffel. Zudem gewann Rösch zwei Weltcup-Rennen und stand insgesamt neunmal auf dem Podest.

Ende 2009 wurden seine Leistungen schwächer, er verlor seinen Platz im deutschen Kader und 2012 verließ er das deutsche Wintersportteam. Sein Nationenwechsel zog sich jedoch in die Länge. Rösch konnte deshalb bei den Winterspielen 2014 in Sotschi nicht antreten.

Nach seiner Rückkehr in den Weltcup in der Saison 2014/15, als er für Belgien an den Start ging, erreichte Rösch bislang nicht mehr das Podest, zwei sechste Plätze im Dezember 2016 waren seine besten Resultate.

In Pyeongchang erlebte der Skijäger seine zweiten Olympischen Spiele. Ein 23. Platz in der Verfolgung war dort sein bestes Resultat. Für die Olympia-Teilnahme in Pyeongchang startete er zur Finanzierung eine Crowdfunding-Aktion bei mehr als 24.000 € an Spenden zusammenkamen.