Arenda Oomen Fotografie

Sozialistische Gewerkschaft plant Demo für mehr Kaufkraft

Die sozialistische Gewerkschaft ABVV veranstaltet am 4. Februar eine Großdemonstration für mehr Kaufkraft in Brüssel. Das kündigt ihr allgemeiner Vorsitzender, Werner Van Heetvelde, an diesem Donnerstag in der Zeitung De Morgen an.

Die ABVV bestätigt die Aktion, will aber erst am morgigen Freitag hierüber kommunizieren. Die Aktion wird also am Tag der zwei Mal im Jahr stattfindenden Lohnberatungen bekannt. Die Gruppe aus 10, darunter Gewerkschaftsvertreter und Vertreter von Arbeitgeberorganisationen, kommt erstmals an diesem Donnerstagmorgen zusammen.

Am Mittwoch war bereits öffentlich geworden, dass der Zentralrat für die Wirtschaft (CRB) für die nächsten zwei Jahre eine Höchstmarge von 0,8 Prozent Lohnaufschlag zusätzlich zum Index einkalkuliert.

Die Sozialpartner werden nun verhandeln, in welchem Maße sie diese Marge ausfüllen werden, um eine Lohnnorm für 2018-2019 zu erzielen.

Die ABVV macht jedenfalls schon vor den Verhandlungen mächtig Druck. „Die Kaufkraft ist mehr als nur ein Tarifabschluss”, betont Werner Van Heetvelde in De Morgen. "Wir wollen, dass die Politik wachsam bleibt. Vor den Wahlen werden weitere Aktionen folgen."

Bei den Konsultationen zu den Löhnen vor zwei Jahren wurde letztlich eine Lohnnorm von 1,1 Prozent Aufschlag (zusätzlich zum Index) für den Zeitraum 2017-2018 festgelegt.

"Gesetz ist Gesetz"

Der belgische Unternehmerverband VBO hat unterdessen zu verstehen gegeben, dass er nicht beabsichtige, das Gesetz zu übertreten, indem er Abkommen schließe, die mehr als 0,8 Prozent zusätzlichen Lohn vorsähen. Das ließ der VBO-Geschäftsführer Pieter Timmermans vor Beginn der Lohnverhandlungen wissen: "Gesetz ist Gesetz. Wir werden doch nicht gegen das Gesetz verstoßen."

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