Hockey: Auch Deutschland bei Wettaffäre um Belgiens WM-Champ „Red Lions“ betroffen

Der belgische Hockeyverband gab bekannt, dass das WM-Viertelfinale der Belgier gegen Deutschland (2:1) von der Glücksspiel-Kommission des Landes untersucht werde. Zudem wird die Vorrundenpartie zwischen dem späteren Titelträger und Kanada (2:1) unter die Lupe genommen. Die WM fand im Dezember in Indien statt, Belgien holte erstmals Gold. Die Wettaffäre bei Hockey-Weltmeister Belgien betrifft also auch indirekt die deutsche Auswahl.

Welche belgischen Nationalspieler unter dem Verdacht stehen, an illegalen Sportwetten teilgenommen zu haben, ließ der Verband offen. Es soll sich allerdings um Reservisten handeln, die nicht mit der Mannschaft nach Indien gereist waren. Das hätten Nachforschungen des Hockeyverbandes ergeben. Der Verband betonte, dass er zum Zweck der Aufklärung "vollumfänglich" mit der Glücksspiel-Kommission kooperieren werde.

Nach Verbandsangaben wussten die Nationalspieler, dass es verboten war, auf WM-Spiele zu wetten. In Belgien sind Wetten auf Spiele in einem Wettbewerb, auf die der Glücksspieler einen direkten Einfluss haben kann, gesetzlich verboten. Die Strafen reichen von einer Geldbuße bis zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren.

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