Im März eine flämische Woche in NRW: Darauf einigten sich die MP’s von Flandern und NRW

Nordrhein-Westfalen wird im März eine "Flämische Woche" organisieren. Dies wurde in Brüssel am Freitagnachmittag nach einem Treffen des flämischen Ministerpräsidenten Geert Bourgeois (Foto, links)  und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (Foto, rechts) bekannt. Die „Flämische Woche “ soll vom 17. bis zum 24. März in den Städten Aachen, Köln und Bonn stattfinden.

Freitag empfing Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois (N-VA) seinen NRW-Amtskollegen,  Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Brüssel. Die Regierungschefs und ihre Minister kamen dort zu einer gemeinsamen Kabinettssitzung zusammen. Ein Ziel war es, die Verkehrsbeziehungen zwischen den flämischen Seehäfen und den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen sowie Logistikzentren zu stärken.

Über die Zusammenarbeit im Bereich Mobilität und Verkehr wurde eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Beide Ministerpräsidenten äußerten sich nach den bilateralen Gesprächen auch zu den Auswirkungen des ins Stocken geratenen Brexits.

„Da es ein externer Schock für unsere Wirtschaft ist, müssen wir auch besprechen, wie Europa den betroffenen Regionen helfen kann“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach der gemeinsamen Regierungssitzung in Brüssel.

Laschets flämischer Amtskollege Geert Bourgeois erklärte, der Brexit sei ein „Unglück“ und man setze sich gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen für ein handelsfreundliches Abkommen ein. Nach Berechnungen der Universität Leuven würden allein in Flandern durch einen Austritt Großbritanniens ohne Abkommen rund 28.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Die Region mit ihren Häfen Antwerpen und Zeebrugge läge nach dem Brexit an der EU-Außengrenze.

Neben dem EU-Austritt Großbritanniens waren auch noch der Kampf gegen Extremismus und erneuerbare Energien Themen der gemeinsamen Regierungssitzung.

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