John Crombez

SP.A will Menschen wieder mehr Sicherheit geben

An diesem Wochenende veranstalteten mehrere politische Parteien ihren Neujahrsempfang, darunter auch die flämischen Sozialdemokraten von der SP.A.

Die SP.A sitzt sowohl in Flandern als auch auf nationaler Ebene in der Opposition, aber sie will nun alles auf eine Karte setzen, um nach den Wahlen im Mai wieder mitregieren zu können. Sie bietet ihren Wählern Sicherheit an, sagt die Partei: Sicherheit auf dem Gebiet der Einkommen, Renten und der Gesundheitssorge. Das sei nötig, finden Aktivisten wie Peter Decoene: “Weil zu viel auf die Großverdiener geachtet wird. Das ist das Problem. Die einfache Arbeiterklasse muss wieder in den Mittelpunkt gerückt werden, so dass diese Menschen anderen helfen können.“

Mehr als 2.000 Mitglieder und Aktivisten kamen am Sonntag zum Neujahrsempfang der SP.A nach Bredene. Der Ort wurde nicht zufällig ausgewählt, denn dort hat die SP.A von Bürgermeister Steve Vandenberghe die absolute Mehrheit. Mit den Parlamentswahlen am 26. Mai im Blick will die SP.A einen Kampf für mehr „Sicherheit“ führen, sagte ihr Vorsitzender John Crombez.

Der SP.A zufolge hätten die rechten Regierungen in Belgien "beschnitten", "gespart" und von denen, die sowieso schon ihr Bestes gäben, "die Rechnungen verteuert". Doch die großen Vermögen würden nicht angetastet und die Schuldigen der Bankenkrise nicht zur Rechenschaft gezogen.

Heute müssten zu viele Menschen mit einer Rente auskommen, die hinten und vorne nicht ausreiche. Junge Leute, die jetzt am Anfang ihres Arbeitslebens stünden, seien sogar davon überzeugt, dass ihnen eine gute Rente einfach nicht mehr vergönnt sei, weil nicht genug Geld vorhanden sei, so Crombez.

Die SP.A will den Menschen wieder Sicherheit geben, eine gute Rente, gute Löhne, niedrigere Rechnungen und eine bezahlbare Gesundheitssorge. Die SP.A fordert eine Mindestrente von 1.500 Euro für diejenigen, die 42 Jahre gearbeitet haben, einen Mindestlohn von 14 Euro pro Stunde und eine niedrigere Mehrwertsteuer auf Strom.

Bezahlen will Crombez diese zusätzliche Sicherheit mit mehr Abgaben von Vermögenden. "Es ist an der Zeit, dass die Reichen, die Mächtigen und die Multinationals mitbezahlen. Und wenn es sein muss, werden wir all das Geld - das sich in so wenigen Händen befindet - in der nächsten Regierung selbst holen", betonte Crombez.

Auch seien weitere Anstrengungen für das Klima nötig, so der SP.A-Vorsitzende noch. "Das kann aber nur funktionieren, wenn alle die Maßnahmen, die hierfür nötig sind, auch bezahlen können."

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