(Archivfoto) Flip Franssen

Der Renner beim diesjährigen Autosalon in Brüssel? Das E-Bike!

Das erste Wochenende des 97. Autosalons in Brüssel ist schon sehr erfolgreich gewesen. Weit mehr als 100.000 Besucher kamen am Samstag und Sonntag zu der Autoshow in den Brüsseler Messehallen. Doch sie kamen nicht nur, um sich die neuesten Autos, die teuersten Luxuskarossen oder die schnellsten Sportwagen anzuschauen. Voll im Trend liegt auch hier die Elektromobilität und ganz vorne ist hier das E-Bike.

116.650 Menschen besuchten den 97. Brüsseler Autosalon am vergangenen Wochenende. Das waren 4,6 % mehr als beim Eröffnungswochenende im vergangenen Jahr, so der belgische Automobilverband Febiac, der diese Autoshow jährlich veranstaltet, mitteilte. Der Autosalon ist noch bis zum 27. Januar zu erleben. Am Montag und am Freitag bleibt der Salon bis 22 Uhr geöffnet. Neben den klassischen Autos bietet der Salon seit Jahren auch einen Blick auf die Entwicklungen im Bereich Elektroautos (Foto unten) auf die Zweiräder und auf Lieferwagen oder andere Nutzfahrzeuge.

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Im Zweiradbereich fällt auf, dass das E-Bike in Belgien voll im Trend liegt. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande über 500.000 Fahrräder verkauft und knapp die Hälfte davon waren Räder mit elektrischem Hilfsmotor. Tendenz steigend, wie in der Fahrradabteilung des Autosalons, „Vélofollies“, festgestellt wird.

Und im Bereich der alternativen Verkehrsmittel, im „Espace #WeAreMobility“, geht es auch vermehrt um dieses Phänomen. Inzwischen haben auch die Banken verstanden, dass hier lohnenswerte Geschäfte zu machen sind. Mehr und mehr Kredite werden auch zum E-Bike-Ankauf vergeben und die Zahl der Leasing-Verträge für die teureren Exemplare dieser Produktpalette weist auch eine stark ansteigende Tendenz auf.

Beim Autosalon rufen die E-Bike-Hersteller Preise zwischen 2.000 und 4.000 € für ein elektrisches Fahrrad auf, je nach Ausstattung und „Motorkraft“ - abzüglich Salonrabatten und Salonkonditionen bei Krediten oder Leasing-Verträgen... 

Ist das E-Bike auf Dauer eine Verkehrsalternative?

Befragungen von Salonbesuchern zufolge wollen immer mehr Zeitgenossen beim beruflichen Pendeln auf das Auto verzichten und das Fahrrad mit öffentlichen Verkehrsmitteln kombinieren. Und doch halten viele Autofahrer am eigenen Auto fest, wie eine Studie im Auftrag des Automobilverbandes Febiac feststellt. Das liegt u.a. sehr häufig daran, dass der Arbeitsplatz für den einen oder anderen über öffentliche Verkehrsmittel zu schlecht an den Wohnort angebunden ist. Aber, angesichts der auch in Belgien weiter zunehmenden Staus wird auch hier in andere Richtungen gedacht.

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Febiac zeigt in seiner Studie auf, wie sich hierzulande derzeit der Verkehr aufteilt: 60 % aller Berufspendler fährt mit dem eigenen Wagen zur Arbeit. 20 % der Pendler nehmen den Bus oder eine Straßenbahn. Schon 18 % der Betroffenen fahren mit das Rad und hier (siehe oben) vermehrt mit einem E-Bike. Weitere 15 % der Pendler nehmen den Zug und 10 % profitieren von einem Firmenwagen. Nur 4 % der Berufstätigen gehen zu Fuß zur Arbeit, 3 % fahren mit einem Motorrad oder mit einem Mofa oder Scooter. Lediglich 2 % der Pendler setzen auf Fahrgemeinschaften oder auf Carsharing.