Laurie Dieffembacq

Zusätzliche Kapazitäten für die Aufnahme von Obdachlosen in Brüssel

Jetzt, da die Temperaturen unter null Grad gesunken sind, sorgen die staatlichen und die regionalen Behörden in Brüssel für zusätzliche Aufnahmeplätze für Obdachlose. Belgiens geschäftsführender Minister für den Kampf gegen die Armut, Kris Peeters (CD&V), gab den Auftrag, 50 zusätzliche Schlafplätze als Puffer einzurichten. Die regionale Obdachlosenorganisation Samusocial hatte bereits Ende der vergangenen Woche 40 bis 50 zusätzliche Betten aufstellen lassen. Und doch mussten einige obdachlose Männer wieder weggeschickt werden.

Seit dem 8. Dezember, dem Beginn des Winterplans für Brüssel, stehen den Obdachlosen in einem staatlichen Zentrum in Etterbeek 250 Aufnahme- und Schlafplätze für kalte und frostige Nächte zur Verfügung. Diese Zahl wird für die kommenden besonders kalten Nächte auf 300 Plätze erhöht.

Doch diese Plätze sind mehr oder weniger schon vergeben. Jedem, der dort Einlass gefunden hat, steht dort ein Bett, sanitäre Anlagen, Mahlzeiten und auch medizinische und psychologische Hilfe zur Verfügung.

Die regionale Obdachlosenaufnahme von Samusocial stellt dieses Jahr 900 bis 920 Schlafplätze zur Verfügung, doch auch hier reichen die Kapazitäten nicht mehr aus. An den vergangenen Abenden mussten dort mehrere obdachlose Männer zu Gunsten von Familien mit Kindern wieder wegschicken.

Nach Angaben einer Sprecherin von Samusocial sollen im Laufe der Woche weitere 300 Plätze angeboten werden, denn das dritte Aufnahmezentrum, dass sich im Stadtteil Evere befindet, wird eröffnet. Inzwischen durchkreuzen Sozialhelfer und Mitarbeiter von Samusocial die Straßen, um besonders schwache Obdachlose aufzuspüren und in eines der Aufnahmezentren zu bringen.