Flämische Umweltministerin bedankt sich bei Schülern, die Unterricht fürs Klima schwänzen

„Enorm dankbar“ erklärte sich Joke Schauvliege (CD&V), weil die Teilnahme der Schüler am Klimamarsch am Donnerstag die Ausgangsbasis für ihre Klimapolitik vergrößere. In „De Ochtend“ auf Radio 1 sagte die flämische Umweltministerin: „Ich fühle mich auf dem weiteren Weg, den wir gehen müssen, gestärkt und unterstützt.“

Nachdem am Donnerstag 35.000 Schüler und Schülerinnen für eine entschlossenere Klimapolitik die Schule geschwänzt und in Brüssel demonstriert hatten, begrüßte Joke Schauvliege, dass die junge Generation ihre Verantwortung aufnehmen wolle. Der Erfolg einer Klimapolitik hänge aber nicht allein von der Politik ab, sondern auch von den Bürgern. „Wir müssen diese Bewegung als Hebel einsetzen“, so die christdemokratische Landespolitikerin, die ihre Klimapolitik der letzten Jahre verteidigte.

Gleichzeitig gab Schauvliege zu, dass weitere Anstrengungen erforderlich seien, wenn Flandern die ehrgeizigen europäischen Klimaziele erfüllen wolle. Wenn die Klimaerwärmung nicht mehr als 1,5 Grad betragen dürfe, müsse man nach einer Senkung der CO2-Emissionen von über 40 % streben. Ein Senkung von weniger als 40 % genüge nicht.

Die Ministerin gestand ein, dass man ehrgeiziger hätte sein können. Dieser Ansicht war auch ihr Parteivorsitzender Wouter Beke in der Politdebatte „Terzake“ am Donnerstagabend. Beke verwies auch auf die Umstände, die nötig seien, um eine Politik führen zu können. Manchmal fehle es an finanziellen Mitteln und man müsse schrittweise vorgehen, um die Leute, die beispielsweise knapp bei Kasse seien und ihren Dieselwagen nicht ersetzen könnten, nicht auszubremsen.

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