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Jetzt ist es offiziell: Die Grippewelle hat Belgien erreicht

Für viele Eltern von Schulkindern ist diese Meldung schon jetzt nicht unbedingt etwas neues, doch erst mit einem bestimmten festgelegten Wert kann in Belgien von einer Grippewelle gesprochen werden: Wenn sich mindestens 157 von 100.000 Einwohnern während zwei Wochen in Folge mit Grippesymptomen bei einem Arzt melden, sprechen die Gesundheitsbehörden von einer „Grippeepidemie“. Und das ist jetzt der Fall.

Nur wenige Wochen später als im vergangenen Jahr herrscht in Belgien offiziell eine Grippeepidemie, auch Grippewelle genannt. Der bekannte belgische Virologe Marc Van Ranst spricht zwar hier von einem rein medizin-technischen Vorgang, doch das mag die bisher Erkrankten kaum trösten: „Die Epidemie hat jetzt echt begonnen. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Zahl der Erkrankungen schnell zurückgehen wird.“

Van Ranst weist darauf hin, dass vor allem Kinder zwischen 5 und 14 Jahren die Grippe weitergeben und zwar in erster Linie in den Schulen. Ältere Personen über 65 Jahre, eine zweite potentielle Risikogruppe in Sachen Grippewelle, bleiben vorerst noch verschont, so eine erste Analyse der Epidemie der belgischen Gesundheitsbehörden.

Virologe Van Ranst erwartet, dass sich die Zahl der Erkrankungen zunächst weiter erhöhen wird, doch er geht davon aus, dass die Grippewelle an einem ganz bestimmten Zeitpunkt auch wieder ein Ende finden wird: „In den kommenden Wochen wird die Zahl der Grippekranken steigen, bis zu den Krokusferien (die Karnevalsferien (A.d.R.), womit sich die Grippewelle selbst auflöst.“

Es ist ein jedes Jahr wiederkehrendes Phänomen, dass eine Grippeepidemie im Zuge von Schulferien abschwächt oder ganz aufhört. Bis zu den Osterferien, so Virologe Marc Van Ranst, wird sie vollständig verschwunden sein.

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