Weitere Festnahme im Fall der umstrittenen Vergabe von Humanitären Visa

Im Fall der möglichen Unstimmigkeiten bei der Vergabe von Humanitären Visa an assyrische Christen aus Syrien ist eine weiter Person verhaftet worden. Dabei handelt es sich um den Sohn (Foto rechts) des Hauptverdächtigen, dem N-VA-Lokalpolitiker Melikan Kucam (Foto links) aus Mechelen. 

Der 29 Jahre alte Mann befindet sich bereits seit Dienstag in einer Polizeizelle, wie die zuständige Staatsanwaltschaft dazu meldet. Dem Sohn von Melikan Kucam werden in Zusammenhang mit der Vergabe von Humanitären Visa an assyrische Christen aus Syrien gleich mehrere Delikte vorgeworfen. Dabei handelt es sich u.a. um Menschenschmuggel, um die Bildung einer kriminellen Organisation und um Erpressung.

Der Verdächtige muss am Freitag vor dem Haftrichter erscheinen, der entscheiden wird, ob für den Politikersohn Untersuchungshaft angeordnet. Dem N-VA-Lokalpolitiker Kucam wird vorgeworfen, solche Humanitären Visa gegen Bezahlung vergeben zu haben. 

Eine TV-Reportage des VRT NWS-Programms „Pano“ zeigte kürzlich, dass sich der Politiker ein Humanitäres Visum mit Summen zwischen 2.500 und 10.000 € bezahlen ließ (siehe nebenstehende Beiträge). Durch diese Reportage aus unserem Hause kam der Ball ins Rollen und die Vergabepraktiken kamen ans Tageslicht. Die Justiz leitete nach der Sendung umgehend Ermittlungen ein.

Anfang der Woche wurde in diesem Zusammenhang auch ein Polizeibeamter aus Mechelen festgenommen. Er soll laut Staatsanwaltschaft die Verdächtigen über anstehende Hausdurchsuchungen von Polizei und Justiz unterrichtet haben und er soll wichtige Informationen zu diesem Fall weitergegeben haben. 

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