Mergelgrotten von Riemst: Gemeinderat hofft auf Unterstützung durch Flandern

Der Gemeinderat von Riemst in der Provinz Limburg hofft auf finanzielle Unterstützung von Seiten der flämischen Landesregierung beim Schutz und bei der Sicherung der Mergelgrotten (Foto). In der letzten Zeit kommen wieder häufiger Bodensenkungen vor, die auf eine dringende Sicherung einiger Grotten drängen, so der Gemeinderat.

Erst vor wenigen Tagen, am 24. Januar, brach ein Haus im Misweg im zur Gemeinde Riemst gehörenden Ortsteil Zussen ein und letztes Jahr kam es zu einer großen Bodensenke in der Monsieur Trudo-Straße ebenfalls in Zussen (Foto unten). Beide Fälle sind auf mangelhaft gesicherte Mergelgrotten unter der Ortschaft zurückzuführen. Schon lange will Riemst einige Grotten verfüllen, um weitere Bodensenkungen oder gar den Zusammenbruch von Gebäuden zu vermeiden.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Doch das kostet Geld, genauso, wie die Erhaltung der Riemster Mergelgrotten im Allgemeinen. Der Bürgermeister von Riemst, Mark Vos (CD&V), sagte dazu gegenüber dem VRT-Sender Radio 2/Limburg, dass diese Grotten schließlich zum Kulturerbe gehören: „Wir verhandeln darüber schon seit 5 Jahren mit der flämischen Denkmalschutzbehörde und wir hoffen jetzt, dass es schnell zu einer Lösung kommt.“

Der Schutz dieser Mergelgrotten ist nicht nur für die Sicherheit in und über den Grotten wichtig, sondern auch für deren Erhalt. „Die Mergelgrotten gehören auch zum kulturellen Erbe und in einigen dieser Gruben leben zudem große Populationen von Fledermäusen. Auch diese müssen gut geschützt werden. In der Vergangenheit haben wir schon darin investiert.“, so der Bürgermeister.

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