Jonas Hamers

Flandern: Rauchverbot im Auto, wenn Kinder auf der Rückbank sitzen

Ab dem 9. Februar ist im belgischen Bundesland Flandern das Rauchen im Auto, wenn sich Kinder auf der Rückbank befinden, untersagt. Autofahrer, die von der Polizei trotzdem erwischt werden, riskieren ein Bußgeld von bis zu 1.000 €. Zunächst will die Polizei in Flandern allerdings weniger sanktionieren, sondern sie setzt erstmal auf Sensibilisierung. 

Ab dem 9. Februar tritt in Flandern das Rauchverbot in Fahrzeugen, in denen Kinder mitgeführt werden, in Kraft. Das bedeutet konkret, dass in Autos, in denen auch Kinder unter 16 Jahren sitzen, nicht mehr geraucht werden darf. Das betrifft nicht nur herkömmliche Tabaksprodukte, wie Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen, sondern auch E-Zigaretten und auch das Dampfen mit sogenannten „E-Liquids“. Und dieses Verbot gilt auch für alle anderen Fahrzeugtypen, so wie Lastwagen, Busse aller Art und auch Lieferwagen.

Die Initiative zu diesem Gesetz kommt von Flanderns Landesumweltministerin Joke Schauvliege (CD&V), der es in erster Linie um die Gesundheit der Kinder geht: „Rauchen im Auto verursacht Konzentrationen von krebserregenden Stoffen, wie Rauchen in einem Gebäude. Passivrauchen ist für jeden ungesund und das trifft vor allem bei Kindern zu.“

Die lokale Polizei in Flandern ist zufrieden damit, dass zu diesem Thema ein gesetzlicher Rahmen gesteckt wurde. Doch in einer ersten Instanz wollen die Polizisten rauchende Autofahrer sensibilisieren und sie warnen. Spezifische Kontrollen soll es vorerst auch nicht geben. Das Rauchverbot in Autos mit Kindern an Bord wird im Rahmen von herkömmlichen Verkehrskontrollen überprüft.

Die flämische Krebsliga „Kom op tegen kanker“ („Steh auf gegen Krebs“) hofft, dass die Polizei dieses Verbot streng kontrollieren wird. Marc Michiels, ein Vertreter dieser Bewegung, sagte am Sonntag gegenüber VRT NWS: „So streng wie möglich. Leute, die das machen, muss man bestrafen. So etwas darf es nicht geben. Es ist unannehmbar, dass Kinder mitrauchen müssen, ohne dass sie darum gebeten haben. Also, wir bitten die Polizei darum: ‚Kontrolliert das bitte!‘“