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Nur wenige Aktionen von "Gelben Westen" in Belgien an diesem Wochenende

Während sich die „Gelben Westen“ in Paris wieder Krawalle mit der Polizei lieferten und in den Niederlanden und in Deutschland zum ersten Mal solche Proteste in die Medien kamen, wird es in Belgien ruhiger um diese soziale Bewegung. Am Samstag gab es lediglich kleinere Aktionen im Brüsseler Ortsteil Anderlecht und in Charleroi in der Provinz Hennegau.

In Anderlecht hatten am Samstag etwa 50 „Gelbe Westen“ eine Filterblockade vor dem IKEA-Möbelhaus eingerichtet. Dort wurden nur PKW durchgelassen, Lastwagen aber konnten IKEA weder verlassen, noch erreichen. Bei ihrer Aktion zeigten die „Gelben Westen“ ein Transparent, auf dem zu lesen war: „Besteuert die Multinationals und nicht die Arbeiter!“

Patricia Van Walle, eine Sprecherin der Bewegung, sagte gegenüber frankophonen Medien: „IKEA gehört zu den Multinationals, die kaum Steuern zahlen, obschon sie riesige Gewinne machen. Wir, das Volk, ächzen unterdessen unter Steuern und Abgaben. Eine der zentralen Forderungen der „Gelben Westen“ in Belgien ist eine gerechtere Steuerpolitik.

In Charleroi versuchten etwa 30 „Gelbe Westen“ am Samstagnachmittag die Einkaufsstraße Boulevard Tirou und einige Nebenstraßen zu blockieren. Aus Vorsicht und aus Angst vor Krawallen hatten einige Geschäfte eine Zeit lang ihre Türen geschlossen. Die Polizei sperrte den Boulevard für kurze Zeit auch ab. Doch die „Gelben Westen“ zogen ohne Schwierigkeiten zu provozieren wieder ab.