Kohlekraftwerk Langerlo in der Provinz Limburg (Archivfoto)

4. Februar: Der sogenannte „Grey Day“ 2019 in Belgien

An diesem Montag, den 4. Februar begeht Belgien den sogenannten "Grey Day" des Jahres. Dies ist der symbolische Tag, an dem die grüne Energie eines ganzen Jahres bereits aufgebraucht ist. Das bedeutet, dass die Elektrizität, die bis zum kommenden Jahreswechsel produziert und verbraucht wird, mehrheitlich aus fossilen Quellen gewonnen wird. 

Bis zum Jahresende wird der Strom, der ab jetzt in unserem Land verbraucht wird, entweder aus Kernkraft oder aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Steinkohle gewonnen. Der Anteil dieser sogenannten „grauen Energie“ liegt in Belgien bei über 90 %.

Damit hat sich Belgien nur leicht in Sachen Energiewende verbessert, denn bei der Umstellung auf erneuerbare Energien hinkt unser Land noch hinterher, was die von den Jugendlichen der Bewegung „Youth4Climate“, die seit Wochen jeden Donnerstag für Protestaktionen die Schule schwänzen, unterstreicht.

Im vergangenen Jahr fiel der „Grey Day“ schon auf den 2. Februar, also wurde zwei Tage früher „begangen“. Bleibt es bei dem Tempo, dann schafft Belgien die Energiewende bis zu 100 % grüner und erneuerbarer Stromproduktion in mehr als 200 Jahren. Eigentlich war dieser „Termin“ für das Jahr 2050 vorgesehen…

In der Europäischen Union schneiden derzeit nur Malta, die Niederlanden und Luxemburg in dieser Hinsicht schlechter ab. In Schweden aber fällt der „Grey Day“ dieses Jahr auf den 19. Juli. Dort wird heute schon mehr als die Hälfte der gesamten Elektrizität, die im eigenen Land produziert wird, aus erneuerbaren Quellen gewonnen.

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