BNP Paribas-Einbruch in Antwerpen - 20 bis 30 Schließfächer geöffnet

Nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum einer BNP Paribas Fortis-Bank in Antwerpen (siehe nebenstehenden Beitrag) sind die Kunden dieser Filiale beunruhigt (Foto). Nach Informationen von VRT NWS sind bei dem Einbruch 20 bis 30 Schließfächer aufgebrochen worden. Am Montagmorgen fanden sich zahlreiche Kunden dort ein, um ihren Besitz zu kontrollieren, doch dies lassen die Bank und die Antwerpener Staatsanwaltschaft derzeit nicht zu.

Einer der betroffenen Bankkunden sagte am Morgen gegenüber VRT NWS: „Viele Leute haben hier nicht nur Geld oder Juwelen, sondern auch persönliche Gegenstände liegen.“ Bevor besorgte Bankkunden in den Tresorraum gelassen werden können, müssen sie zuerst angeben, was sich in ihrem Schließfach befand. Laut Angaben des belgischen Bankenverbandes Febelfin werden die betroffenen Kunden erst später darüber informiert, ob ihr Schließfach aufgebrochen worden ist oder nicht.

Die Kunden wollen sich mit dieser Vorgehensweise nicht zufrieden geben und wollen wissen, ob sie betroffen sind oder nicht. Vorher wollen sie nicht angeben, das sich in den Schließfächern befindet. Doch niemand in der Bankfiliale in der Belgiëlei in Antwerpen will ihnen Listen mit den Nummern der betroffenen Tresore aushändigen. Auch die Direktion von BNP Paribas Fortis verweigert diese Auskunft zur Zeit.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Jonas Roosens

Für die Bank ist dieser Einbruch, der von der Polizei als „schwerer Einbruch qualifiziert wird, peinlich, denn es stellen sich jetzt natürlich Fragen zum Sicherheitskonzept der Bankfiliale. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen sich weder zum Umfang des Verbrechens, noch zur Höhe der Beute äußern. Am Montagmittag hieß es dazu, das zuerst Zeugen befragt werden und dass man die Bilder von Überwachungskameras analysiere.

Die Spurensicherung der Antwerpener Polizei analysierte seit Sonntagabend auch den Weg, den die Einbrecher durch die Kanalisation genommen haben, um in die Bank zu gelangen. Die Fotos unter zeigen die Lage der Bank, der Adresse, wohin einer der Tunnel führt und den Kanaldeckel (Riool), durch den die Einbrecher ein und/oder ausgestiegen sind. Ein weiteres Bild zeigt blaue Linien, die die Polizei anbrachte, um den Weg oberirdisch zu verfolgen.