Flämisches Forschungsschiff findet Wrack von Emiliano Salas Flugzeug

Das Forschungsschiff Geo Ocean III (Foto) des flämischen Unternehmens GEOxyz aus Zwevegem (Westflandern) ist auf das Wrack des Flugzeugs gestoßen, mit dem der argentinische Spitzenfußballer Emiliano Sala auf dem Weg von Frankreich nach Großbritannien vor 12 Tagen abgestürzt ist. Das schwer zerstörte Wrack befand sich in der Nähe der Kanalinsel Guernsey. Zu den Insassen der Maschine konnte das Unternehmen noch nichts sagen.

Vor 12 Tagen sollte Emiliano Sala von seinem alten Club FC Nantes in Nordfrankreich aus zu seinem neuen Verein Cardiff City fliegen, doch seine Maschine kam dort nie an. Sie war vermutlich über dem Ärmelkanal abgestürzt, was nicht nur in argentinischen, französischen und britischen Fußballkreisen für einen Schock gesorgt hatte.

Bisher war das Wrack aber noch nicht ausgemacht worden. Seit dem vergangenen Wochenende war auch das westflämische Unternehmen GEOxyz an der Suche beteiligt. Diese Firma bekam dazu einen Auftrag der Air Accidents Investigation Branch (AAIB) des britischen Verteidigungsministeriums, wie GEOxyz-CEO Patrick Reyntjens gegenüber VRT NWS angab.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Das Unternehmen betreibt eine Flotte von Forschungsschiffen, die den Meeresboden kartografisch erfassen. Am Samstag lief die Geo Ocean III aus dem Hafen von Ostende aus, um nach Salas Flugzeugwrack zu suchen. 

Erfahrung bei der Bergung nach Katastrophen auf Europas Meeren

Dabei suchte das Schiff gemeinsam mit einem französischen Forschungsschiff eine 3x3 Kilometer großes Rechteck nördlich der Kanalinsel Guernsey (Karte) ab, wo man schon am Sonntagnachmittag auf etwas ungewöhnliches gestoßen sei, so Reyntjes.

Mit einem kleinen unbemannten U-Boot habe man die Stelle näher untersucht und sei auf das Wrack der Beechcraft gestoßen, die die AAIB suchte. Die Geo Ocean III bleibt weiter in der Nähe des Fundortes vor Anker und wartet auf neue Instruktionen von Seiten der britischen Behörden, bzw. auf bessere Suchumstände durch die Gezeiten.

Das westflämische Unternehmen GEOxyz hat große Erfahrungen auf dem Gebiet der Bergung unter Wasser. So suchte ein Schiff dieser Reederei 2012 vor der italienischen Küste nach Opfern des damals gesunkenen Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ und aktuell ist ein weiteres Forschungsschiff im niederländischen Wattenmeer damit beschäftigt, 250 Container, die dort Anfang des Jahres bei einem Frachtschiff über Bord gegangen sind.  

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