Angepasst an Sicherheit und Kontrolle im Netz: „YouTube Kids“ in Belgien am Start

An diesem Dienstag startet in Belgien die auf Kindermaß  entwickelte App „YouTube Kids“. Diese App bietet Kindern die Möglichkeit, zu ihnen passende Filme zu finden und sie ermöglicht Eltern, die auch zu kontrollieren. Damit soll gewährleistet sein, dass Kinder auch im Internet Bildung und Unterhaltung finden, die nicht anstößig oder bedenklich ist. 

„YouTube Kids“ besteht in den USA bereits seit 2015 und startet in Belgien genau an diesem 5. Februar und dies auch nicht ganz zufällig. Schließlich ist dieser Stichtag der „safer internet day“ der Europäischen Kommission. „YouTube Kids“ richtet sich an Kinder zwischen 3 und 12 Jahren mit alters gerechten Profilen über Kanäle und Playlisten in vier Kategorien: Unterhaltung, Musik, Lernen und Entdecken.

Das Angebot kann von Eltern individuell auf die eigenen Kinder gestaltet werden, wie Michiel Sallaets von YouTube-Mutterkonzern Google dazu sagte: „Eltern können dabei helfen, Kanäle auszuwählen oder sie können die Appzeit ihrer Kinder mit einem eingebauten Timer einschränken.“ Und, die besorgten Eltern können im Nachhinein nachschauen, was sich ihre Kinder angeschaut haben. 

Mit Werbung finanziert

„YouTube Kids ist eine kostenlose App, die durch Werbung finanziert wird.“, so Sallaets weiter. Allerdings ist diese Werbung spezifisch aufgebaut. Es wird z.B. keine Werbung für Lebensmittel, für Getränke und Süßwaren oder für Videospiele gezeigt und es ist auch nicht möglich, Werbungen weiterführend anzuklicken. Außerdem lässt sich die angezeigte Werbung nicht anklicken. „Wer keine Werbung will, der kann ein kostenpflichtiges ‚YouTube premium account‘ schalten.“, so der YouTube/Google-Belgien-Mitarbeiter.

Das belgische Kinderschutzwerk Child Focus zeigt sich mit dieser Initiative zufrieden und sieht einen Schritt in die richtige Richtung. Man wolle aber in den kommenden Wochen und Monaten überprüfen, bis zu welchem Niveau diese App schlüssig und wasserdicht sei, so Child Focus-Sprecherin Nel Broothaerts. Sicher sei aber auch, dass eine App niemals „eine Form von digitaler Elternschaft“ sein könne. Sicher sei nur der bewusste Umgang von Eltern in dieser Sache, so Broothaerts gegenüber VRT NWS.