Online-Petition gestartet: Über 250 Unternehmer und Verbände fordern mehr Einsatz für Klimaschutz

Die Zahl derer, die von den Politikern in Belgien mehr Initiative und Einsatz zum Klimaschutz fordert, wächst täglich. Neben den Klimamärschen an Wochenenden und den für das Klima donnerstags schwänzenden Schülern wurde jetzt auch eine Online-Petition eingerichtet. Jeder, der will, kann diese Petition über "Sign for my Future" an sofort unterzeichnen. Schon jetzt haben die über 250 Unternehmer, die Gewerkschaften und andere Verbände und Bewegungen getan.

"Sign for my Future" wartet schon am ersten Tag mit einer beeindruckenden Liste von Unterzeichnern auf. Darunter sind Medienunternehmen (nicht nur belgische, sondern auch in Belgien ansässige internationale Gruppen), Universitäten, Wissenschaftler und viele mehr. Sie alle fordern von der belgischen Politik auf allen Ebenen, dass sie alles daran setzt, die Klimaerwärmung auf unter 2°C zu beschränken. Die Initiative will, dass auch in Belgien daran gearbeitet wird, die Klimaerwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, die dies im Klimaabkommen von Paris international vereinbart ist.

Belgien müsse zudem bis 2050 klimaneutral sein, so die Unterzeichner. Das bedeutet aber auch, dass in den kommenden 5 Jahren der Ausstoß von Treibhausgasen erheblich eingeschränkt werden müsse, so "Sign  for my Future".

Mit dieser Initiative wollen die Macher unterstreichen, dass die Tragweite der Forderungen in der belgischen Bevölkerung wesentlich weiter reicht, als die zahlreichen Demonstrationen der letzten Wochen erahnen lassen. „Das wir die Unterstützung von zahlreichen Unternehmern und von Gewerkschaften haben, zeigt uns, dass dies auch wirtschaftlich zu erreichen ist.“, so eine Mitteilung der Initiatoren.

Drei konkrete und zentrale Forderungen

-      Eine gesetzliche und dekretale Verankerung des Ziels, bis 2050 klimaneutral zu sein, mit dem Zwischenziel, innerhalb von 5 Jahren den Ausstoß von Treibgasen und Schadstoffen signifikant zu senken;

-      Ein ambitionierter und sozial gerechter Investitionsplan, der allen Bürgern und Betrieben dabei hilft und diese dazu stimuliert, die Wende zu einer klimaneutralen Gesellschaft zu schaffen. Dieser Plan muss spätestens Ende 2022 in Kraft treten;

-      Eine ständige Evaluation und Beratung der eingeforderten Politik in dieser Hinsicht durch einen neutralen Expertenrat.