Jonas Roosens

Spektakulärer Bankraub: Schon viel zu viel in der Presse

Im Falle des Bankraubs im Tresorraum einer BNP Paribas Fortis Filiale in Antwerpen bleibt der erste in dem Fall verhaftete Verdächtige im Gefängnis. Die Ratskammer hatte zuvor beschlossen, den Mann freizulassen. Aber die Staatsanwaltschaft hat gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt, so dass die Person weiterhin in Untersuchungshaft bleiben muss. Der Bankraub wurde am vergangenen Sonntag entdeckt: Einbrecher waren durch Tunnel und Kanäle in die Bank eingedrungen und haben einige Safes geleert.

Der Ratskammer zufolge sollen bereits zu viele Informationen in dieser Sache in den Medien veröffentlicht worden sein. So soll der Mann aufgrund eines Schleifrads mit dem Fall in Verbindung gebracht werden. Durch das Schleifrad habe der Mann identifiziert werden können, heißt es. Auch Informationen aus den Verhören der beiden anderen Verdächtigen sollen in der Presse und nicht in der Kriminalakte erschienen sein.

Obwohl die Ratskammer die Freilassung des Mannes angeordnet hat, bleibt er in der Zelle. Die Staatsanwaltschaft war mit der Entscheidung der Ratskammer nicht einverstanden und hat daher Berufung eingelegt.

Es gibt noch zwei weitere Verdächtige in dem Fall. Einer wurde am gestrigen Donnerstag verhaftet. Der dritte Verdächtige erscheint an diesem Freitag vor dem Untersuchungsrichter.