Vier Schafe in Limburg gerissen, möglicherweise durch einen Wolf

In Kerkhoven bei Lommel in der Provinz Limburg sind, wie jetzt bekannt wurde, in der Nacht von Sonntag auf Montag vier Schafe gerissen worden. Bisher gehen die Behörden davon aus, dass die Schafe von einem Wolf totgebissen worden sind. Eine DNA-Untersuchung soll näheren Aufschluss dazu bieten.

Die Schafe weideten auf einer Wiese in einer Vennlandschaft, lokal „Pijnven“ genannt. Der Besitzer der Tiere gab an, dass man die Schafe am Montagmorgen entdeckt habe. Eines der Tiere sei noch am Leben gewesen, musste jedoch aufgrund schwerer Bisswunden getötet werden. Zwei weitere Schafe hatten den Angriff leicht verletzt überlebt und konnten noch gerettet werden.

Das flämische Institut für Natur- und Waldforschung (INBO) entnahm den toten Schafen DNA-Proben, um festzustellen, ob die tatsächlich von einem Wolf gerissen wurde, wie erste Untersuchungen vermuten lassen.

Jos Laas von Meldepunkt „Welkomwolf“ (in etwa „Willkommen Wolf“) erinnert die Schafhalter und Schafhirten daran, dass sie ihre Herden am besten dort präventiv beschützen, wo Wölfe in Flandern und spezifisch in Limburg vermutet werden: „Über einen normalen Zaun sollte man noch einen Draht spannen, der am besten Strom führt. Das sollte auch dicht am Boden der Fall sein, denn Wölfe springen nicht gerne. Sie kriechen eher oder sie graben sich einen Weg.“

Neben den beiden bekannten Limburger Wölfen Naya und August lebt noch ein dritter Wolf in Belgien und zwar in den wallonischen Ardennen. Landwirte und Besitzer von Vieh, das von Wölfen gerissen wird, werden von den Landesbehörden im Zuge des flämischen „Wolfplans“ entschädigt. 

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