Ermittlungen gegen NS-Verherrlicher

Die Staatsanwaltschaft von Löwen hat eine Untersuchung gegen den Bewohner eines mit allen möglichen Nazi-Symbolen ausgestatteten Hauses in Keerbergen eingeleitet. Das hat das allgemeine Zentrum für Chancengleichheit Unia gegenüber der Presseagentur Belga bestätigt.

Es ist nicht das erste Mal, dass der 75-Jährige seine nationalsozialistischen Sympathien offen zum Ausdruck bringt. Eine Beschwerde gegen ihn war bereits 2014 eingereicht worden, die die Staatsanwaltschaft Löwen jedoch zurückwies, weil keine Straftaten nachgewiesen werden konnten.

"Wir haben genug Elemente, um eine neue Beschwerde einzureichen", so Bram Sebrechts von Unia gegenüber Belga. "Wir haben neue Fakten ermittelt. So hat der Bewohner beispielsweise antisemitische Symbole in seinem Garten angebracht, die von der Straße aus gut sichtbar sind.“ Unia betont, dass das Zentrum als Nebenkläger auftrete, wenn der Mann tatsächlich verfolgt wird.

Die eingereichte Beschwerde bezieht sich auf einen Verstoß gegen das Negationsgesetz. Dafür können Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr verhängt werden. Der Mann selbst, ein ehemaliger Soldat, sagte vor der Kamera des französischsprachigen Senders RTBF, dass er nichts Falsches mache. "Ich tue niemandem weh, ich habe keine Vorstrafen. Wenn die mich einsperren wollen, sollen sie das nur machen.“